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Delitzsch Vorhaben wird für Schenkenberg gestoppt
Region Delitzsch Vorhaben wird für Schenkenberg gestoppt
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00:31 06.04.2018
Bis hier sollte der letzter Bauabschnitt der Lobersanierung in Schenkenberg reichen. Jetzt wird der Fluss gar nicht mehr ausgebaut. Quelle: Wolfgang Sens LVZ
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Delitzsch

Der Lober wird im Abschnitt zwischen der Erzberger Straße und dem Delitzscher Ortsteil Schenkenberg nicht mehr ausgebaut. Die Planungen seien in Abstimmung zwischen der Landestalsperrenverwaltung (LTV), dem Antragsteller, und dem Bergbausanierer LMBV, dem Bauherren, „gegenwärtig ausgesetzt“ worden, teilte LMBV-Sprecherin Jenny Findeisen auf Anfrage mit.

Grundwasserstand eingestellt

Den Antrag zum Gewässerausbau in dem eigentlich letzten geplanten Bereich des Lobers, stellte die LMBV im Januar 2017 bei der LTV. Zwischenzeitlich wurde weiter an der Auswertung der aktuellen Grundwassermodellierung gearbeitet, hieß es von der LMBV. Die Ergebnisse hätte gezeigt, dass ein weiterer Ausbaus des Gewässers keine Auswirkungen auf den gegenwärtigen Grundwasserstand hätte. Der habe sich auf den ursprünglichen Pegel wie vor der Tagebauerschließung wieder eingestellt. Er schwankt allerdings je nach Jahreszeit und Witterung um einen Meter.

Abschluss des Gesamtprojektes

„Gleichzeitig weist das aktuelle Modell aus, dass bei Unterlassung des Ausbaues im 1. Bauabschnitt keine negativen Änderungen in den bereits fertig gestellten Flussabschnitten zu erwarten sind“, betonte Jenny Findeisen. Derzeit würden sich LTV und LMBV über die notwendigen Maßnahmen zum Abschluss des Gesamtprojektes abstimmen.

Wie die LMBV-Sprecherin weiter mitteilte, habe diese Entscheidung nichts mit den derzeitigen Maßnahmen zu tun, „die zur Sicherung von Bebauungen, die vom Grundwasserwiederanstieg betroffen sind“, bereits eingeleitet oder geplant sind.

29 Objekte in der Einzelhaussicherung

Im Bereich Schenkenberg/Kertitz betreffen diese sogenannten Einzelhaussicherungen insgesamt 29 Objekte. Bei 17 seien die Bauarbeiten bereits abgeschlossen. Wie es hieß, würden die betroffenen Gebäude größtenteils von innen abgedichtet. Zudem seien nochmals betroffene Grundstücks- und Gebäudebesitzer angeschrieben worden, um ihnen die Möglichkeit zu bieten, einen „Grundwasserschaden“ prüfen zu lassen.

Erst im vergangenen Jahr hatte die LMBV öffentlich darüber informiert, dass der letzte Bauabschnitt nicht bis zum Klärwerk geplant würde, sondern lediglich bis zur Holzbrücke in der Nähe der Kosebruchteiche. Jetzt ist das Vorhaben ganz gestorben.

Von Ditmar Wohlgemuth

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