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Delitzsch WKE Rackwitz seit 20 Jahren rege im Abfall-Geschäft
Region Delitzsch WKE Rackwitz seit 20 Jahren rege im Abfall-Geschäft
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00:18 24.04.2017
Geschäftsführer Burgunder Wedemann mit alten Eisenbahnschwellen, die WKE als einziger Betrieb in der Region entsorgt. Quelle: Wolfgang Sens
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Rackwitz

„Wenn ein Stempel von WKE drunter ist, gilt es bei Behörden und Kunden als ordnungsgemäß verwertet“, sagt Burgunder Wedemann nicht ohne Stolz. Er ist Geschäftsführer des Rackwitzer Entsorgungs- und Recyclingunternehmens WKE, das auf 20 Jahre Erfahrung zurück blicken kann. Von den drei WKE-Gründern Wedemann, Kühne und Ebert ist er als geschäftsführender Gesellschafter geblieben.

1997: Zehn Mann auf 2000 Quadratmetern

Auf die Zukunft orientiert war Wedemann bereits mit 34 Jahren. Es war notwendig, auf eine Zeit des Wandels zu reagieren. Obwohl der Zschölkauer in der Landwirtschaft tätig war, nutzte er die Chance, sich in einem fremden Arbeitsgebiet zu etablieren: Mit zehn Mann haben sie 1997 angefangen. Noch am alten Standort im Plattenwerk Podelwitz auf 2000 Quadratmetern, spezialisiert auf Containertransporte. Die erledigen seine inzwischen 52 Mitarbeiter immer noch für private und gewerbliche Kunden: „Wir können sämtliche Transportmöglichkeiten, die im Abfallbereich gegeben sind, anbieten“, sagt der Geschäftsführer, dessen Fuhrpark mittlerweile 25 eigene LKW im Containerbereich umfasst: vom einfachen Multicar bis zu Transportern mit Abrollcontainern bis zu 40 Kubikmetern Fassungsvermögen. Jüngst wurde für die Abrundung noch ein Überkopflader angeschafft, der sich in das Tätigkeitsfeld einfügt.

1300 Container bewegen bis zu 140 000 Tonnen

Bis zu 140 000 Tonnen werden so jährlich bewegt, verwertet und verarbeitet. 1300 Container in allen Formen hält die Firma dafür bereit. Aus 50 Prozent der Abfälle entstehen neue Produkte. Das geht natürlich nicht ohne den entsprechenden Platz: 1998 erfolgte der Umzug nach Rackwitz auf das Gebiet des ehemaligen Leichtmetallwerks. Das bot sich zu der Zeit noch ein Bild von Zerstörung und Vandalismus. „Eine gute Entwicklung stand in weiter Ferne“, sagt Wedemann. Aber sie kam, spätestens 2005 mit der Erschließung durch die Kommune. Zu der hat WKE ein sehr gutes Verhältnis, für sie übernimmt die Firma inzwischen den Winterdienst und pflegt Grünflächen. Wozu auch neue Technik angeschafft worden ist.

Umfangreiche Sanierungsarbeiten

Reaktiviert und von Altlasten befreit wurde auch die 80 000 Quadratmeter große Betriebsfläche. Aufgrund der Umgestaltung und der Verbindung mit dem alten Wasserwerk wurde die Straße in „Am Wasserwerk“ benannt. Die alten Trinkwasserbehälter – riesige Gruben – wurden eingeebnet, vier Lager- und Werkhallen saniert, eine große Schredderanlage gebaut, weitere mobile Schredder angeschafft und eine Kompostieranlage errichtet. Das dabei die alte Knastmauer gar als Lärmschutz dient, freut den WKE-Geschäftsführer. Jetzt befindet sich dahinter das Kompostlager. Bei mindestens 70 Grad Celsius verrotten hier Garten- und Holzabfälle. Alle Behandlungsanlagen sind nach Verordnungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes genehmigt. Drei solcher Anlagen besitzt das Unternehmen: Eine für Müll und Sperrmüll dient bereits von Beginn an zur Ersatzbrennstoffherstellung. Eine weitere verwandelt Beton, Bauschutt oder Asphaltabfälle zu wiederverwertbarem Recyclingmaterial für den Bau.

LKW erkundete mit als Erster den Citytunnel

Großbaustellen, die WKE mit bedient hat, waren zum Beispiel der Uniriese, der „am Ende komplett nackig“ dagestanden habe. Im Citytunnel war einer der ersten LKW, die unter Tage von Leipzig fuhren, von WKE. Ebenso bedient wurden das Paulinum, der Zoo, das Bildermuseum oder der Bayerische Bahnhof. Das wäre nicht möglich gewesen ohne die hervorragende Zusammenarbeit mit fairen Kunden, für die das Unternehmen sich bedanken möchte.

Abfälle umweltverträglich zu beseitigen, übernimmt WKE auch im Kleinen: Kunden können mit dem PKW Gartenabfälle, Müll, Sperrmüll und Baureststoffe anliefern und entsorgen lassen. Wer will, kann im Gegenzug auch Sand, Kies oder Mutterboden vom Werksgelände mitnehmen.

Von Manuel Niemann

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