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Delitzsch Wahlkampf nimmt in Delitzsch Fahrt auf
Region Delitzsch Wahlkampf nimmt in Delitzsch Fahrt auf
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06:00 28.06.2018
Das Delitzscher Rathaus ist der Tagungsort des Stadtrates Quelle: Thomas Steingen
Delitzsch

Knapp elf Monate Zeit. Das klingt nach viel Zeit. Politisch gesehen aber ist es ziemlich wenig. Im Mai 2019 steht die Kommunalwahl und damit der nächste Entscheid um die Sitzverteilung der 30 Plätze im Delitzscher Stadtrat an. Da muss sich langsam aber sicher in Stellung bringen, wer es ins Gremium schaffen und dann politische Entscheidungen treffen will. Von Säbelrasseln bis ein bisschen stiller an die Sache gehen ist im politischen Delitzsch momentan alles in Sachen Wahlkampf und Wahlkampfvorbereitung vertreten.

Freie Wähler schon voll dabei

Ganz klar schon längst eröffnet hat die Freie Wählergemeinschaft Delitzsch (FWG) den Wahlkampf, streng genommen seit fast zwei Jahren. Es wird klare Kante gezeigt, keine Diskussion mit der Verwaltungsspitze gescheut und auch vor Rechtsmitteln nicht Halt gemacht. Dabei gibt es ein Spitzenthema: Das ganze Bemühen um den Erhalt des Delitzscher Freibads Elberitzmühle zeugt deutlich auch von Wahlkampf. Immerhin wollen viele Delitzscher ihr Freibad behalten und die FWG handelt mit Aktionen wie Unterschriftensammlung, Anbaden und Kritik an Stadtentscheidungen in ihrem Sinne. Aber auch darüber hinaus steht der Plan für die nahende Kommunalwahl. Ein Wahlkampfteam ist gebildet, mit allen möglichen 35 Kandidaten werden die Freien Wähler antreten, können dabei aus einer starken Mitgliederzahl schöpfen und wollen mit ihrem Programm, das sich freilich längst nicht nur um das Bad dreht, zweitstärkste Fraktion im Stadtrat werden. Und FWG-Chef Uwe Bernhardt hat bereits klar gestellt, dass „Schmusewahlkampf“ nichts für die Freien Wähler ist.

SPD legt los

Auch die SPD ist bereits dabei, sich die Kandidatenliste für 2019 zusammen zu stellen. Erst kürzlich wurde für Bürgerbeteiligung getrommelt und unter dem Motto „Machen Stadt Meckern“ eingeladen, sich politisch zu engagieren. Das Ziel: Der Delitzscher SPD-Ortsverein will alle möglichen 35 Positionen auf der Kandidatenliste besetzen. Schon im Bewusstsein dafür, dass letztendlich jede für die sozialdemokratische Liste abgegebene Stimme zählt, um deren Präsenz im Stadtrat zu stärken. Mit dem Infoabend zur Stadtratstätigkeit und -kandidatur war die SPD-Gruppe da schon mal Vorreiter. Wer für die Liste einer Partei kandidiert, muss nicht Mitglied sein, sollte aber ihre Positionen teilen. Chancen, tatsächlich selbst einen Platz im Gremium zu erobern, haben vor allem Leute, die bereits gut vernetzt und bekannt sind.

Linke positioniert sich

Auch in der Ortsgruppe der Linken sind erste Gespräche gelaufen: Der Großteil der derzeitigen Stadträte will wieder antreten. „Wahrscheinlich wird jedoch leider eine der Abgeordneten die Fraktion aus Altersgründen verlassen“, erklärt Uwe Wolf, Vorsitzender der Delitzscher Linken. Auch hier wird um die Besetzung der Listenplätze geworben. „Wir haben einige, die sich noch entscheiden wollen. Spätestens zur Nominierungsveranstaltung zu Beginn des kommenden Jahres müssen die Namen feststehen.“ Dann wird auch das Programm mit den Positionen vorliegen: „Wir werden uns vorrangig sozialen Themen widmen. Kitas, Schulen, sozialverträglichem Zutritt zu Freizeiteinrichtungen“, deutet Wolf an. Flyer, die dafür werben, durch Mitmachen die Kommune zu stärken, würden jetzt schon verteilt.

CDU geht es ruhig an

Ebenfalls auf eine Veranstaltung wird die CDU in Delitzsch setzen, ein Termin wird noch bekannt gegeben. „Die Wahlen 2019 (Kommunal-, Europa- und Landtagswahl) haben wir fest im Blick“, sagt Stadtverbandschef Jörg Kiesewetter. Selbstverständlich seien auch schon diverse Gespräche mit möglichen Kandidaten geführt und Überlegungen zu Inhalten angestellt worden. Nach der Sommerpause, der Stadtrat tagt erst im September wieder, wird sich der CDU-Stadtverband mit den Wahlkampfinhalten sowie mit der Aufstellung der Kandidaten auseinandersetzen.

AfD bei zentraler Veranstaltung

Auch die Alternative für Deutschland will sich für die nordsächsischen Städte- und Gemeinderäte aufstellen. Sie veranstaltet am 29. Juni ab 19 Uhr einen zentralen Informationsabend zur Vorbereitung der Kommunalwahlen im nächsten Jahr in „Kerstins Rasthof“ in Doberschütz-Paschwitz. Dabei wird über die Abläufe der Kommunalwahlen und die Grundsätze kommunalpolitischer Arbeit referiert.

Von Christine Jacob und Heike Liesaus

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