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Delitzsch Warten auf neue wilde Bewohner in der Schenkenberger Kirche
Region Delitzsch Warten auf neue wilde Bewohner in der Schenkenberger Kirche
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17:40 28.11.2011
Hans-Dieter Hohmann, Matthias Taatz und Heike Weidt (von links) freuen sich über die neue Infotafel vor der Schenkenberger Kirche, die über die wilden Kirchbewohner Auskunft gibt. Quelle: Manfred Lüttich
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Schenkenberg

 

Auf Initiative der Regionalgruppe Delitzsch des Naturschutzbundes (Nabu) sowie mit Unterstützung des Landschaftspflegeverbandes Nordwestsachsen (LPV) und des Kirchspiels Schenkenberg wurde nun ein Projekt erarbeitet, welches die Ansiedlung dieser Vogelarten vor allem in Kirchen fördern soll.

In dessen Rahmen wurden in den Kirchen von Schenkenberg, Benndorf, Zaasch, Kernitz, Kyhna, Lissa, Klitzschmar, Gölsa, Wiedemar und Brinnis jeweils Nisthilfen für Schleiereulen, Turmfalken und Sommerquartiere für Fledermäuse angebracht. Außerdem erhielt jede Kirche eine Informationstafel über die „wilden Kirchbewohner“.

Kürzlich übergaben Veronika Leißner (LPV), Hans-Dieter Hohmann, Heike Weidt (Nabu) und Norbert Zaplata vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Mockrehna symbolisch mehrere Nisthilfen an Schenkenbergs Pfarrer Matthias Taatz. Die Nistboxen für Turmfalke und Schleiereule wurden direkt im Kirchturm eingebaut, das Quartier der Fledermäuse dagegen im Kirchenschiff. Außerdem fanden zwei Brutkästen für Singvögel an Bäumen im Kirchgarten bereits das Interesse eines Meisenpärchens. Wenn die Blaumeisen sich dafür entscheiden sollten, in eines der bezugsfertigen Holzhäuschen zu ziehen und im Frühjahr auch dort zu brüten, können sich Spaziergänger und vor allem Kinder des benachbarten Kindergartens zusätzlich freuen. Denn als besonderes Bonbon wurden in den Brutkästen der Singvögel Kameras installiert. So können Interessierte Aufzucht und Fütterung der Tiere über einen Monitor am Fenster der Pfarrscheune live mitverfolgen.

Die Finanzierung des 7500-Euro-Projektes wurde zu 70 Prozent über das Förderprogramm „Natürliches Erbe“ des Freistaates Sachsen und mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) ermöglicht. Die fehlenden 2400 Euro konnten mit Hilfe von privaten Spenden und von der Nabu-Gruppe aufgebracht werden. „Wir zeigen, dass es mit wenigen Mitteln möglich ist, etwas für die Tiere unserer Heimat und somit auch für die Umwelt zu tun“, erklärt Pfarrer  Taatz erfreut.

Jeannine Steinbrecher

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