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Delitzsch "Warum in die Ferne schweifen ...?"
Region Delitzsch "Warum in die Ferne schweifen ...?"
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17:05 07.09.2014
Hoffest bei Lienigs: Ab in den Sack und fertig. So werden die Erdäpfel dann im Döbernitzer Hofladen verkauft. Quelle: Alexander Bley
Döbernitz

Die Rackwitzer besuchen das Kartoffelhoffest jedes Jahr, "weil es so schön und liebevoll gemacht ist". Diesmal haben sie Enkel Marco (6 Jahre) mit, der sich gleich mal an den historischen landwirtschaftlichen Geräten ausprobiert, die auf dem Gelände ausgestellt sind.

Ebenfalls Anett Ramisch und Patrick Lutzmann aus Döbernitz lassen ihre Kinder auf einer alten Landwirtschaftsmaschine Probe sitzen, was Marie (2) und Paul (6) mit Freude tun. "Mir gefällt, dass hier viel für Kinder getan wird, was ja leider nicht überall so ist", begründet Anett Ramis ihr jährliches Kommen.

Familie Richter will einen schönen Tag verbringen, etwas Musik hören und im Hofladen, wie viele andere Besucher auch, Kartoffeln kaufen. Wer die Erdäpfel ganz frisch vom Feld möchte, muss bis zum Nachmittag warten, als gleich neben dem Parkplatz wie in alten Zeiten mehrere Reihen gerodet und zum kostenlosen Lesen für die Besucher freigegeben werden. Was reichlich genutzt wird.

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Vereine wie die Jugendwehr aus Zschepen, der Döbernitzer Heimatverein oder die Landfrauen bringen sich in das Fest ein. Annett Eckert bietet mit ihrer Tochter Anni eine Sammlung Kräuterrezepte feil, die die Hohenprießnitzer Landfrauen zusammengetragen haben. Desserts, Liköre, Pflaumenmus und vieles mehr lassen sich mit ihnen herstellen. Die Landfrauen in Beerendorf haben in diesem Jahr wieder Kürbisse angebaut. Unter Regie von Margret Prautzsch sind sie am Freitag geerntet worden, so dass sie zum Hoffest ganz frisch auf dem Ladentisch liegen. Nebenan, am Stand des Landschaftspflegeverbandes (LPV) Nordwestsachsen, kann den Früchten mit Farbe ein lustiges Gesicht verpasst werden. Mit einer Sortenschau präsentiert der LPV darüber hinaus Äpfel, die auf hiesigen Streuobstwiesen gedeihen. Darunter bis zu 100 Jahre alte Sorten wie Kaiser Wilhelm oder Prinz Albrecht von Preußen, aber auch neue Züchtungen.

Und natürlich erfahren die Besucher bei Rundgängen durch den Betrieb auch viel Wissenswertes über die Kartoffel. Rund 25 Sorten baut die Firma Lienig an. Das Unternehmen sei ein anerkannter Vermehrungsbetrieb, erklärt Mitarbeiterin Yvonne Kwiek den Besuchern. Infolgedessen sind rund 120 Hektar Vermehrungsfläche und auf rund 80 Hektar werden Speisekartoffeln angepflanzt. Diese werden zum überwiegenden Teil im eigenen Hofladen vermarktet. Zur Lagerung besitzt der Landwirtschaftsbetrieb zwei große Hallen mit künstlicher Kühlung, durch die die Rundgänge führen. Dort können zirka 3000 beziehungsweise 4000 Tonnen gelagert werden.

Am Nachmittag ziehen besonders die von Jörg Eitzen moderierte Oldtimerschau mit Lands Bulldogs, Famulus, ZT 300, Belarus und anderen alten Fahrzeugen, Blasmusik und das Kartoffelschleudern die Besucher in ihren Bann. So fällt das Fazit von Kartoffelhofchefin Andrea Lienig klar aus: "Rundherum ein gelungenes Fest. Auf ein Neues im nächsten Jahr."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.09.2014

Thomas Steingen

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