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Delitzsch Webel fährt neue Linienstrategie
Region Delitzsch Webel fährt neue Linienstrategie
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15:40 19.05.2015
Der neue Streckenplan: Blau und Orange kennzeichnen die beiden Stadtbuslinien. Quelle: AutoWebel

Die Änderungen sollen das pünktliche Umsteigen zwischen Bus und Bahn erleichtern. Am Dienstag treten sie in Kraft.

Für den Omnibusbetrieb Auto-Webel, der den Delitzscher Stadtverkehr organisiert, wird der 1. Oktober ein historisches Datum. "Seit 2002 hat es keine derart gravierenden Änderungen gegeben", sagt Fahrdienstleiter René Freckmann. Die bevorstehende Citytunnel-eröffnung lieferte nun den Anlass - und die jüngste Konzessionsvergabe im Landkreis für Leistungen im Öffentlichen Personennahverkehr. Auto-Webel hatte sich erfolgreich mit einem neuen Linienkonzept beworben. "Zum 1. Oktober beginnt die nächste Konzessionslaufzeit. Deshalb starten wir an diesem Tag unser neues Angebot", erklärt Geschäftsführer Christian Webel.

Die Kernkorrektur: Delitzsch bekommt zwei voneinander getrennte Buslinien. "Bisher war jeder Bus auf beiden Strecken unterwegs, fuhr erst Linie B, wechselte dann auf Linie A. Dadurch wurden Verspätungen von einer Linie auf die andere übertragen", sagt René Freckmann. Gerade die A-Tour sei durch den Delitzscher Norden zeitlich etwas unwägbar. Sie sei stärker ausgelastet und das Aufkommen an Fahrgästen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen höher als in anderen Stadtgebieten. "Da kamen schnell fünf, sechs Minuten Verspätung zusammen" - die bis in den Delitzscher Osten mitrollten, weil die A-Runde auch dieses Stadtgebiet bediente.

Ab Dienstag ist das anders. Die Linie A ist dann nur noch im Norden und in der Innenstadt unterwegs, die Linie B fährt weiterhin Richtung Schkeuditzer Straße und Landratsamt, übernimmt zusätzlich den Osten. Wechsel von Bussen von einer Linie auf die andere finden nicht mehr statt. "Durch diese Trennung wird der Fahrplan entkrampft. Mit dem Vorteil, dass wir die Verspätungsanfälligkeit reduzieren und mehr Sicherheit schaffen, dass die Fahrgäste pünktlich ihren Zug erreichen." Ein Mehraufwand ergebe sich lediglich für Kunden, die beide Linien nutzen und bisher ohne Umsteigen quer durchs Stadtgebiet gekommen sind. Aufgrund der Trennung beider Touren geht es in diesem Falle nicht mehr ohne Buswechsel. Doch die Verhältnisse sind klarer: "Der Bahnhof ist ab Oktober der zentrale und alleinige Umsteigepunkt in der Stadt", erklärt Christian Webel. Der Anschluss am Wallgraben entfällt.

Eine weitere, kleinere Änderung bezieht sich auf Linie B. Bislang steuerte der Stadtverkehr das Gymnasium in der Dübener Straße an, künftig rollt die B-Tour stattdessen durch die Eilenburger und die Marienstraße, um das Liniennetz laut Webel noch effektiver zu gestalten. "Das Gymnasium wird aber von den Regionallinien 206 und 207 bedient, die eigens auf die Schulzeiten abgestimmt ist."

Unverändert bleiben die Fahrtakte. Zu den Tageshauptzeiten montags bis freitags rollt alle 30 Minuten ein Citybus, am Samstag bis gegen 16 Uhr alle 60 Minuten. Sonntags bleiben die Stadtbusse im Depot - da mangele es einfach an Nachfrage, sagt Christian Webel.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.09.2013

Kay Würker

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