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Delitzsch Wegen Ratten: Delitzsch geht gegen Entenfütterer am Wallgraben vor
Region Delitzsch Wegen Ratten: Delitzsch geht gegen Entenfütterer am Wallgraben vor
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09:03 16.03.2018
Ratten werden immer mehr zum Problem (Symbolbild). Quelle: dpa
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Delitzsch

Jetzt ist in der Loberstadt Schluss mit gut gemeint: Die Stadt untersagt ab sofort deutlich das Füttern von Enten. Hintergrund ist der immer weiter zunehmende Schadnagerbefall am Wallgraben, betont die Verwaltung und will dem schleunigst Einhalt gebieten. Tatsächlich mehren sich seit Monaten die Beschwerden von Anwohnern über Ratten am Gewässer.

Wallgraben ist Paradies für Nager

Für die Nager ist der Wallgraben mit seinem dichten Grüngürtel im Uferbereich ein Paradies, das Rückzugsorte und Nahrung bietet. Das Problem mit dem Schädlingsbefall sei inzwischen „massiv“ geworden, betont Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). Ein Schädlingsbekämpfer war bereits vor Ort und hat den Befall attestiert. Nicht zuletzt sei das intensive Entenfüttern begünstigend. Teilweise werde das Brot säckeweise von Erwachsenen in das Gewässer gekippt, hat der Oberbürgermeister selbst schon beobachten müssen. „Das nimmt Formen an, die nicht mehr normal sind“, meint das Stadtoberhaupt. Die Tierliebe sei in diesem Falle leider falsch verstanden und habe üble Folgen. Alles das, was Ente und Erpel nicht fressen können oder wollen, weil sie eigentlich auf Grün stehen, schnappen sich die Ratten und legen sich damit sogar noch Vorräte an. Die Tiere können dank dieser monatelang in ihren Bauen ausharren.

Bußgeld bis zu 50 Euro

Wegen dieser Entwicklung wird die Delitzscher Stadtverwaltung nun das Füttern von wilden Tieren, das laut Polizeiverordnung in der Stadt ohnehin mit Ordnungsgeldern bestraft werden kann, auch ahnden. Sollte ein Bürger beim Füttern von Enten und anderen Wildtieren ertappt werden, kann er mit einem Bußgeld in Höhe von 5 bis 50 Euro bestraft werden, kündigt die Verwaltung an. Das Verbot gilt nicht nur für den Wallgraben, sondern auch für andere Gewässer im Stadtgebiet.

Von Christine Jacob

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