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Wegen Scheidung und Trennung suchen viele in der Familienberatungsstelle Delitzsch Hilfe

Beziehungsprobleme Wegen Scheidung und Trennung suchen viele in der Familienberatungsstelle Delitzsch Hilfe

Probleme, die aus Trennung und Scheidung resultieren, machen den Hauptanteil der Arbeit der Erziehungs- und Familienberatungsstelle des St. Martin Caritas Hilfeverbundes Eilenburg in Delitzsch aus. Das geht aus der statistischen Auswertung der Beratungsstelle für 2016 hervor. Nach wie vor ist im Altkreis Delitzsch der Beratungsbedarf hoch.

In Delitzsch ist die Caritas Erziehungs- und Familienberatungsstelle in der Schulstraße 11 zu finden.

Quelle: Kay Würker

Delitzsch. Fast jede zweite bis dritte Ehe in Deutschland wird geschieden. Diesen gesellschaftliche Trend bekommen auch die vier Psychologen/Sozialpädagogen der Erziehungs- und Familienberatungsstelle des St. Martin Caritas Hilfeverbundes, der im Altkreis Delitzsch drei Anlaufstellen unterhält, zu spüren. Insgesamt 339 Fälle – 102 in Delitzsch und Umgebung, 83 in Eilenburg, Bad Düben, Taucha und 22 in Schkeuditz haben die Diplom-Psychologinnen Ramona Kreuz und Antje Jehring sowie die Diplom-Sozialpädagogen Achibert Meiburg und Christine Hoppe im vergangenen Jahr bearbeitet. Zudem haben sie 111 Fälle aus dem Vorjahr weitergeführt. „Wir bewegen uns damit auf einem konstanten aber hohen Niveau“, erklärte Ramon Kreuz die Zahlen. Im Vergleich zu 2015 ist die Zahl der bearbeiteten Fälle um 35 gestiegen. 2014 schlugen aber auch schon einmal 335 Fälle zu Buche.

„Die Gründe, die Menschen zu uns führen, sind sehr unterschiedlich. Doch im vergangenen Jahr hatte der Bereich Trennung und Scheidung mit 33 Prozent den größten Anteil für einen Beratungsanlass“, berichtet der Leiter der Beratungsstelle Achibert Meiburg. Diese Zunahme habe sich schon in den Jahren zuvor abgezeichnet, leitet er einen direkten Zusammenhang zur hohen Trennungs- und Scheidungsrate ab.

Beziehungsprobleme und ihre Folgen

Trennung und Scheidung beginnen als Beziehungsprobleme. Die Gründe sind vielfältig. Unterschiedliche Rollenvorstellungen von Mann und Frau, mangelnde Kommunikation, unerfüllte Erwartungen in der Beziehung, Sexualität oder fehlendes Vertrauen zählt Maiburg als Beispiele auf, die zu einer Trennung führen können. „Wir beraten Eltern und Paare in den verschiedenen Phasen einer Trennung. Am Anfang, wenn Verletzungen und Kränkungen in einer Beziehung auftreten, versuchen wir, den Eltern über die Krise zu helfen, sodass sich neue Perspektiven für sie auftun. In der Trennung suchen wir mit ihnen nach Lösungen für den Umgang mit den Kindern, damit sie als Eltern weiter gut für sie da sein können“, erklärt der Sozialpädagoge. Denn Kinder lieben ihre Eltern, auch wenn die sich streiten. „Und im Streit ist es schwer, den Blick wieder auf das Kind zu richten, weil jede Seite auf seine Sichtweise beharrt, obwohl es ihr im Grunde immer um das Kind geht.“ Deshalb suchen die Familienberater mit ihnen nach neuen Möglichkeiten.

Nicht selten ziehen Eltern in ihrem Streit vor das Familiengericht und kommen dann durch dieses zur Beratungsstelle, um wieder miteinander kommunizieren und kooperieren zu können. Am effektivsten und erfolgreichsten verlaufe die Beratung, wenn betroffene früh zu ihnen kämen, sagt Ramona Kreuz. „Hat sich ein Problem verfestigt, braucht es erfahrungsgemäß auch längere Zeit, es zu lösen.“

Häufig betroffen: Familien mit Kindern zwischen 12 und 18 Jahren

Aber auch nach der Trennung, wenn sich Paare beispielsweise in Patchworkfamilien zusammenfinden oder Getrennte als Alleinerziehende leben, sind die Psychologen und Sozialpädagogen der Beratungsstelle gefragt. So waren 2016 Beziehungsprobleme zwischen Eltern und Kindern mit 28 Prozent hinter Trennung/Scheidung der zweithäufigste Beratungsanlass. Der Arbeitsschwerpunkt der Beratungsstelle liegt auf Familien mit Kindern im Alter von 12 bis 18 Jahren. In dieser Altersgruppe führen Pubertät und Ablösungsprobleme vom Elternhaus zusätzlich zu Konflikten. In den überwiegenden Fällen (48 Prozent) suchten Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigte den Weg zur Beratungsstelle. In 26 Prozent der Fälle erfolgte die Kontaktaufnahme über soziale Dienste und andere Institutionen. Eher selten (vier Prozent) kamen junge Menschen selbst in die Beratungsstelle, um sich Rat und Hilfe zu holen.

Von Thomas Steingen

Delitzsch, Schulstraße 11 51.5235583 12.3329335
Delitzsch, Schulstraße 11
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