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Delitzsch Weit über 100 Autos rollen zu der 7. Auflage des Podelwitzer Trabitreffens
Region Delitzsch Weit über 100 Autos rollen zu der 7. Auflage des Podelwitzer Trabitreffens
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15:27 10.05.2010
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Podelwitz

Nein, Richter fährt einen originalen Trabant vom Typ 601 Kombi.

 Der ist so blank geputzt, dass er glatt als Spiegel dienen könnte. Zu besonderen Anlässen wird das Schmuckstück eben noch einmal besonders gepflegt. Und das siebte Podelwitzer Trabant- und Ostalgietreffen am Wochenende, bei dem die Trabifreunde Zschortau weit über 100 Autos zeigen konnten, war ein solcher.

Podelwitz. Stolz wie Oskar sitzt Marcus Richter in seinem Fahrzeug. Der Wagen ist tiefer gelegt, hat blitzende Felgen und eine Innenausstattung vom Feinsten. Doch der 28-Jährige fährt keinen erstklassigen Audi, BMW oder Volkswagen. Nein, Richter fährt einen originalen Trabant vom Typ 601 Kombi.

Vor etwa zehn Jahren kaufte sich Richter als 18-Jähriger seinen zweiten Trabi. "Mit dem ersten hatte ich einen kleinen Unfall, aber ich wollte unbedingt wieder einen", erinnerte sich der Dresdner. Zudem seien Trabanten damals sehr günstig zu erlangen gewesen. Zwei Jahre fuhr er ihn täglich im normalen Verkehr. "Aber irgendwann war er mir zu schade und ich habe angefangen, immer mehr zu verändern." Im Grunde baute der Hobby-Schrauber das ehemals original Papyrus-weiße Gefährt komplett neu. "Ideen für die Gestaltung habe ich mir auf diversen Trabitreffen geholt", sagte der Pharmaziehändler. Freundin Susann Müller ist vom Hobby ihres Liebsten begeistert: "Ist doch toll, dass er da so Spaß daran hat und allemal besser, als wenn er ständig Bier trinken gehen würde", sagte die 28-Jährige und fügte lachend hinzu, dass sie es genießt, im Sommer mit Freund und Trabi "zu protzen". Der inzwischen perlmuttweiße Wagen fiel in Podelwitz vor allem wegen seiner tiefen "Schnauze", der sportlich-prunkvollen Innenausstattung und dem rot-gold-verzierten Motorraum auf. "Ich habe ihn vor zwei Jahren schätzen lassen. Damals hatte er einen etwaigen Wert von knapp 30000 Euro." Aber für seinen Besitzer dürfte er wohl ohnehin von unschätzbarem Wert sein.

Ebenso geht es Torsten Herrmann sowie Frank und Gabriele Rubenow. Sie wohnen in der Nähe von Ingolstadt und hatten den weitesten Wege zum Trabanttreffen gehabt. "Aber das ist es uns definitiv wert", erklärte Herrmann, der stolzer Besitzer von zwei Trabis ist. Das Ehepaar Rubenow toppt diese Zahl mit insgesamt vier der in der ehemaligen DDR hergestellten Fahrzeuge. "Wir haben uns gemeinsam mit einem Freund eine Halle gemietet, in der insgesamt sieben Wagen stehen."

Auf die Frage, wieso sie als Wessis ausgerechnet derart in das Ost-Produkt Trabi vernarrt sind, hat das Trio sofort eine Antwort parat: "Porsche fahren kann doch jeder, aber nur mit einem Trabi wird man überall freundlich gegrüßt und außerdem riecht der Sprit so gut."

Julia Wick

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