Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Weniger Straftaten - mehr Aufklärung
Region Delitzsch Weniger Straftaten - mehr Aufklärung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:19 17.03.2010
Anzeige

. Die Aufklärungsquote stieg hingegen an. Von den 31554 erfassten Fällen der Polizeidirektion Westsachsen entfallen 15538 (49,2) auf den Landkreis Leipzig, 3505 (11,1) auf den Revierbereich Döbeln und 12511 (39,7 Prozent) auf Nordsachsen. Davon wiederum 3084 (9,8) auf Eilenburg und 4829 (15,3) auf Delitzsch.

In Delitzsch stieg die Aufklärungsquote von 51,4 auf 57,4 Prozent um sechs Punkte an. Revierleiter Uwe Greischel hob dabei die aufgeklärten Einbruchserien in Geschäfte und Schulen, hervor. Insgesamt betrachtet, weise die Statistik für den Bereich Delitzsch „einen positiven Trend“ auf. Im Vergleich zu 2008 gab es 283 Fälle weniger. Greischel machte dafür die geänderten Strukturen verantwortlich, die gegriffen hätten. Unter anderem wurden Reviere zusammengelegt. „Die Aufklärungsarbeit ist mit den Strukturänderungen besser organisiert, das schlägt sich in dieser Statistik nieder“, so der Polizeioberrat. Ein Schwerpunkt in der Zukunft sei neben dem Dauerthema Diebstähle auch die Präventionsarbeit bei Veranstaltungen. Nicht weiter gekommen sei das Revier bei den Sachbeschädigungen, auch an Kraftfahrzeugen, und mit dem Graffiti-Problem.

Der Eilenburger Revierleiter Torsten Junge sprach gestern von einer stabilen Sicherheitslage. Auch Eilenburg verzeichne einen Rückgang der Straftaten. Waren es 2008 noch 3429, so sank die Anzahl um 345 auf nunmehr 3084. Das bedeutet einen Rückgang um immerhin 10,1 Prozentpunkte. Auch Junge lobte die neuen Strukturen. „Wenn die Bürger Hilfe benötigen, können wir jetzt aufgrund der Nähe schneller reagieren. Und das mit höheren Qualitätsansprüchen. Es ist uns außerdem gelungen, die Bevölkerung zu mehr Selbstverantwortung bei Feiern und Festen zu bewegen. Sehr zufrieden bin ich mit der Zusammenarbeit mit den kommunalen Verwaltungen und Behörden“, sagte der Polizeirat.

Der Fall Corinna sei definitiv der Schwerpunkt im Jahr 2009 gewesen. Mit großem Aufwand sei der Täter in relativ kurzer Zeit nach wenigen Tagen gefasst worden. Die Ermittlungen und die Spurensuche hätten die Beamten dann jedoch mehrere Wochen beansprucht. Inzwischen hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder Lutz-Peter S. begonnen. Der zweite Prozesstag beginnt morgen um 9 Uhr am Landgericht Leipzig.

Im Vergleich zum Jahr 2008 verrät das Verkehrsunfallgeschehen in Westsachsen grundsätzlich, außer bei den Verkehrsunfällen mit Sachschäden, eine positive Bilanz. Die Anzahl der registrierten Unfälle sank um 390 auf 14953. Dabei wurden 41 Menschen getötet und 1862 verletzt. Hauptunfallursachen sind unzureichender Sicherheitsabstand, Nichtbeachten der Vorfahrt und unangemessene Geschwindigkeit. Die Verkehrsunfälle ereigneten sich zu 57 Prozent (8508) innerhalb von Ortschaften und zu 43 Prozent (6445) außerhalb.

Die Unfallschwerpunkte im Altkreis Delitzsch sind neben den Autobahnen die S 4/K 7442, Hohenroda – Selben, Ortsumfahrung Delitzsch/Selbener Straße; B 183 a/K 7447; Ortslage Bad Düben, Schmiedeberger Straße/Postweg; S 4 Kreuzung Mutschlena – Kupsal. Montags und freitags ereigneten sich die häufigsten Unfälle.

Frank Pfütze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit einem Festakt beginn der Delitzscher Ortsverein der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands am Montagabend im Bürgerhaus sein 20-jähriges Bestehen. Die Feier wurde zu einem Bekenntnis für die Demokratie und das Mehrparteiensystem in unserem Land.

16.03.2010

Die Freie Demokratische Partei Nordsachsen hat einen neuen Kreisvorstand. Die 39 anwesenden Mitglieder wählten am Montagabend im Eilenburger Bürgerhaus Frank Hesse (38 Ja-Stimmen) mit nur einer Gegenstimme zum neuen Vorsitzenden.

16.03.2010

 

Kreisgebiet. Die Rückzahlung von ECW-Abfindungen ist kaum durchsetzbar. Im November 1994 ging das Eilenburger Chemiewerk in Gesamtvollstreckung. Die entlassenen Mitarbeiter sollen nun 35,4 Prozent ihrer im Jahr 1999 gezahlten Teilabfindungen rücküberweisen.

16.03.2010
Anzeige