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Delitzsch Wer kommt, wenn’s brennt? Neben Feuerwehr rollen etliche Helfer
Region Delitzsch Wer kommt, wenn’s brennt? Neben Feuerwehr rollen etliche Helfer
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00:18 01.02.2016
Ein Gruppenbild von DRK- und ASB-Kräften der Einsatzzüge, entstanden bei der großen Übung auf dem Flughafen im vergangenen November. Quelle: privat
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Nordsachsen


Um an jedem Einsatzort des Landkreises schnell präsent sein zu können, sind in den Städten Taucha, Delitzsch, Eilenburg und Oschatz Stützpunkte eingerichtet worden. Zum Einsatz kommen die Ehrenamtlichen zum Beispiel, wenn es gilt, viele Menschen auf einmal zu versorgen und kein akuter Schadensfall vorliegt. So rückte das DRK Delitzsch vergangenes Jahr im September mit der SEG aus, als es galt, Hunderte Flüchtlinge am Flughafen zu versorgen. Aus Taucha kamen die Helfer, als in Rackwitz 38 Menschen zu evakuieren und zu versorgen waren nachdem in der Nacht zum 17. Januar ein brennender Weihnachtsbaum einen Großeinsatz auslöste. Helfer aus Taucha so nah an Delitzsch? Nicht unüblich, erläutert Frank Michel vom Sanizug Taucha. „Die territorialen Grenzen sind fließend, im Grunde kann jede SEG im ganzen Landkreis zum Einsatz kommen“, erläutert er. Die Trägerschaft für den rund 20 Männer und Frauen starken Zug hat der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) übernommen. Eine SEG wiederum ist Teil eines solchen Einsatzzuges.

So geschehen im Rackwitzer Fall – 38 Evakuierte, acht davon mussten verletzt ins Krankenhaus gebracht, die anderen vor Ort versorgt werden. Gegen 23 Uhr wurden die Kameraden verschiedener Feuerwehren alarmiert, keine halbe Stunde später die SEG. Kurz vor Mitternacht waren bereits 13 Ehrenamtliche vor Ort, versorgten die Betroffenen in einem beheizbaren Zelt, registrierten die Menschen, behandelten sie. So eine SEG kümmert sich auch um Beleuchtung, Stromversorgung, mobile Unterbringung in Sanitätszelten genauso wie um Behandlung und Transport Verletzter oder die Kommunikation. Die ehrenamtlichen Kräfte sind zwar quer durch den Landkreis verteilt, aber schnell alarmierbar. Je größer das Ereignis, desto mehr Kräfte kommen – im Zweifelsfalle alle drei SEG. Die Fäden insgesamt hält wiederum der sogenannte OrgL, der Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, zusammen, der sich gemeinsam mit dem Leitenden Notarzt um den medizinisch-technischen Ablauf kümmert.

Dabei eint übrigens alle, ob nun Feuerwehr, THW oder Einsatzzug ein Problem: der fehlende Nachwuchs. Wobei Nachwuchs nicht mal den Jugendlichen meint. Nein, so Michel, auch jenseits der 20 oder 30 könne man noch bei den Helfern der SEG einsteigen – alles was zählt, ist der Wille zu helfen und Lernbereitschaft. Dann wird einem alles weitere vermittelt.

Wer helfen möchte, kann sich zum Beispiel unter www.asb-leipzig.de informieren, Kontakt zum DRK gibt es unter www.drk-
delitzsch.de/angebote/erste-hilfe-rettung/bevoelkerungsschutz.html

Von Christine Jacob

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