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Delitzsch Werbeliner See – ein Eldorado für Wasservögel
Region Delitzsch Werbeliner See – ein Eldorado für Wasservögel
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12:58 25.04.2016
Am Parkplatz „Zum Seeblick“ studieren Peter und Claudia Demuth an der Info-Tafel , was es rund um den Werbeliner See zu sehen gibt. Quelle: Thomas Steingen
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Kreisgebiet

In der Bergbaufolgelandschaft sind nördlich und südlich von Delitzsch mehrere Seen entstanden, die sich in ihrer Nutzung stark unterscheiden. Im Zuge der Umsetzung des Besucherlenkungskonzeptes für die Bergbaufolgelandschaft im Delitzscher Land sind an den Seen Informationstafel aufgestellt worden, die Aufschluss über Geschichte, Landschaft, Tourismus und Naturschutz geben. In einer kleinen Serie stellt die LVZ die einzelnen Seen vor.

Eldorado für Wasservögel

Mit einer Fläche von 450 Hektar und einem Fassungsvermögen von 46 Millionen Kubikmetern ist der Werbeliner See in der Gruppe mit dem Grabschützer und Zwochauer See der vielfältigste. Mit seiner im Osten geschwungenen Uferform und den Insel- und Flachwasserstrukturen im Westen ist er ein Eldorado für Wasservögel. Mit Ausnahme des nördlichen Uferabschnittes befindet sich das Gewässer im europäischen Vogelschutzgebiet „Agrarraum und Bergbaufolgelandschaft bei Delitzsch.“ Deshalb bieten nur die Flächen der ehemaligen Tagesanlagen im Norden Raum für naturnahe Erholung. Mit dem Besucherlenkungskonzept des Landkreises wird versucht, die Konflikte zwischen Erholungsnutzung und Naturschutzbelangen, die sich durch wilde Nutzung am Ostufer des Sees ergeben haben, zu beseitigen oder zu mindern.

Der Werbeliner See erreichte 2010 mit 98 Meter über null seinen Endstand. Seither ist die Fremdwasserzufuhr aus der Luppe eingestellt worden. Der See besitzt einen Überlauf am Brodauer Zinken, wo Wasser aus dem See in den Brodauer Graben und in der Folge in den Lober fließen kann.

Gut ausgebautes Rad- und Wanderwegenetz

Über ein Rad- und Wanderwegenetz ist das Gewässer mit dem Grabschützer, Zwochauer und Schladitzer See verbunden. Die am Ostufer vorbeiführende Route Kohle/Dampf/Licht bindet den Werbeliner See überörtlich an. Diese Route berührt im Norden den neu gebauten Parkplatz an der Straße „Zum Seeblick“ und im Süden das monumentale, denkmalgerecht aufgestellte Schaufelrad des Baggers SRs 6300, an dem sich ebenfalls ein Parkplatz befindet. Gut zu erreichen ist der See auch über die Zufahrt Brodenaundorf. Vom dortigen Parkplatz sind es nur wenige Meter bis zum Wasser. In diesem Bereich wird auch an das weggebaggerte Dorf Werbelin erinnert. Am gegenüberliegenden Westufer, dort wo der Rundweg parallel zum Naturlehrpfad Grabschützer See verläuft, wird auf einer Info-Tafel über den ebenfalls den Tagebau zum Opfer gefallenen Ort Kattersnaundorf berichtet.

Am Parkplatz im Norden informiert eine Tafel über die aktuell möglichen Nutzungen – Rad fahren, Wandern, Skaten – sowie über die Lage des Sees im Vogelschutzgebiet. Acht Pulttafeln am Ostufer geben Auskunft über vorkommende Arten und das Leben der Vögel im Schutzgebiet.

Von Thomas Steingen

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