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Wiedemar blickt bis 2030 voraus

Zukunftsplanung Wiedemar blickt bis 2030 voraus

Einwohner und Verwaltung der Gemeinde Wiedemar machen sich Gedanke über die Zukunft und blicken dabei bis in das Jahr 2030 hinaus. Ein Dorfumbauplan wurde in öffentlichen Diskussionen entworfen und steht jetzt zur Diskussion. Leitbilder für die Ortschaft entstanden, erste Maßnahmen bereits ins Auge gefasst.

Das Zusammengehen von drei Gemeinden ist perfekt. Die letzten entscheidenden Unterschriften werden von Karin Bödemann, Ines Möller und Christine Lösch im Dezember 2012 gesetzt.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Wiedemar. Die erst seit 2013 in der heutigen Form und Ausdehnung bestehende Gemeinde Wiedemar mit ihren 17 Ortsteilen macht sich Gedanken um die Zukunft und stellte den Entwurf eines Dorfumbauplanes zur Diskussionen. Die „Visionen 2030“ wurden seit Anfang dieses Jahres in mehreren öffentlichen Veranstaltungen in den Orten Zwochau, Wiedemar und Kyhna in allererster Linie von den Einwohnern zusammengetragen.

Arbeitskreis gebildet

„Dazu fanden Workshops und thematische Beratungen zum Beispiel zu den Inhalten Besonderheiten und Handlungsbedarf in den Dörfern, aber auch zum Hochwasserschutz und Braunkohleplan statt“, informierte Christine Schiemann, die auch den Arbeitskreis Dorfumbauplan leitete. Die promovierte Landschaftsplanerin aus Sausedlitz wurde von der Gemeinde Wiedemar mit der Erarbeitung des Dorfumbauplanes (DUP) beauftragt. Sie persönlich favorisiere nach wie vor eher den Begriff der Dorfentwicklung. Wie sie sagt, ginge es vor allem um die Entwicklung vorhandener Strukturen. Am Ende sei es aber doch nur eine Begrifflichkeit. Stattgefunden habe zudem ein Treffen mit Gewerbetreibenden und Vereinsvertretern.

Individuelles der Ortsteile stärken

Wiedemar, eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde, zählt mit seinen 95,1 Quadratkilometern zu den sechs flächengrößten Gemeinden im Landkreis Nordsachsen und zeichnet sich durch eine sehr gering Einwohnerdichte aus. Sie liegt bei 55 Einwohner pro Quadratkilometer. Andererseits ist Wiedemar über zwei Autobahnen, Staats- und Kreisstraßen sehr gut erschlossen.

Zum Leitbild der Gemeinde wurde „Gemeinsam das Individuelle stärken – in Vielfalt vereint“ gewählt. Für die einzelnen Dörfer gibt es dennoch zusätzliche Ortschafts-Leitbilder. Das habe die Analyse der Stärken und Schwächen der einzelnen Orte ergeben. „Die Leitbilder müssen sich am Vorhandenen, am Individuellen, Typischen, am Erhaltenswerten orientieren“, betonte die Planerin. Es wurden insgesamt vier Handlungsfelder erarbeitet. Die dort unter anderem festgehaltenen Ziele heißen Schaffen von nutzbaren Verkehrsinfrastrukturen, damit die Ortschaften für Jung und Alt erreichbar sind, aber auch der Erhalt und die Entwicklung des dörflichen Gemeinschaftslebens durch die Bereitstellung von entsprechenden Räumlichkeiten und Plätzen.

Potenziale nutzen

Es gelte aber auch die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Unternehmen zu unterstützen, beispielsweise durch die Förderung des Breitbandausbaues, aber auch durch Imagepflege. In Sachen Natur und Erholung sieht der Plan vor, vorhandene Potenziale für die touristische Entwicklung zu nutzen.

Speziell einer Analyse unterzogen wurden die Ortsteile Pohritzsch, Wiesenena und Kyhna hinsichtlich ruinöser Bausubstanz. Demnach stünden auf kommunalen Grundstücken nach einem Abriss der Gebäude etwa 5100 Quadratmeter Grundstücksfläche wieder zur Verfügung, um mit einer Wiederbebauung eine Verdichtung und geordnete Innenentwicklung einzuleiten. Auf privaten Grundstücken kämen nochmals etwa 18 250 Quadratmeter hinzu. „Dass Abrissmaßnahmen über das Leader-Programm auch für private Grundstückseigentümer gefördert werden können, muss weiter kommuniziert werden“, teilte Christine Schiemann mit. In den Ortschaften der Gemeinde gäbe es zudem 103 innerörtliche Baulücken. In den vorhandenen Wohngebieten stünden noch 64 Bauplätze zur Verfügung.

Von Ditmar Wohlgemuth

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