Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Wiedemar braucht viel Platz: Ab 2016 deutlich mehr Hortkinder
Region Delitzsch Wiedemar braucht viel Platz: Ab 2016 deutlich mehr Hortkinder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:49 30.11.2014

erricht betreut werden. Auf diese neue Situation, dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, will sich die Verwaltung rechtzeitig einstellen und die entsprechenden Voraussetzungen schaffen.

Das jetzige Hortgebäude am Kirchring 5 reicht für die zu erwartenden Schüler dann nicht mehr aus, es stößt bereits an die Kapazitätsgrenze. Kürzlich schlug deshalb die Verwaltung den Gemeinderatsmitgliedern eine Lösung vor. "Wir werden das zur Grundschule gehörende Klinkergebäude komplett für den Hort benötigen", teilte Wiedemars Bürgermeisterin Ines Möller (parteilos) den Abgeordneten mit. Das Gebäude bietet dafür die Möglichkeiten. Lediglich der Speiseraum werde in dem Haus in seiner jetzigen Funktion bleiben, der Zuschnitt der anderen Räume müsse entsprechend angepasst werden. Weil dann aber der Grundschule für die über 100 Schüler Klassenräume, unter anderem für das Computerkabinett und die Werkstatt, fehlen, denkt die Verwaltung über einen Anbau an das Flachgebäude im hinteren Teil des Geländes nach. Offenbar würde das Terrain es hergeben. Dafür muss Wiedemar Geld in die Hand nehmen. Und erste Prognosen gehen davon aus, dass es nicht wenig sein wird.

Noch ist das alles nur eine Idee, die zum einen diskutiert werden kann, zum anderen auf ihre Machbarkeit geprüft werden muss, hieß es aus der Gemeinde. Dafür will sich die Verwaltung fachliche Unterstützung holen. Vor allem muss geklärt werden, was die gesamten Bauarbeiten kosten. Denn nicht nur der Neu-, auch der Umbau wird Geld kosten, welches die Kommune zumindest als Eigenanteil aufbringen muss. "Natürlich werden wir auch klären müssen, aus welchem Fördertopf die Mittel kommen können", sagte Ines Möller. Und ob eine Containerlösung finanziell besser passt oder massiv gebaut werden soll. Container hätten unter anderem den Vorteil, bei einem möglichen Rückgang der Schülerzahlen schnell wieder zurückbauen zu können. Mit den zukunftsweisenden Planungsarbeiten soll jetzt begonnen werden, weil die Kostenschätzung darüber Auskunft gibt, ob das Vorhaben in dieser Form überhaupt umsetzbar ist oder ob man sich über weitere Varianten unterhalten muss. Die Abgeordneten stimmten dem Vorgehen der Verwaltung zu, bis spätestens August 2016 die Räumlichkeiten zur Verfügung zu haben.

In dem Zusammenhang verwies die Bürgermeisterin auch darauf, dass es nicht nur bei den Bauarbeiten bleibt, sondern die Betriebserlaubnis neu beantragt werden muss. Die dafür zu erfüllenden Auflagen sind klar vom Landesjugendamt fixiert. In Sachen Brandschutz dürfte der Backsteinbau allerdings den strengen Kriterien jetzt schon genügen. Dafür hatte die Gemeinde nach dem Zusammenschluss erheblich investieren müssen. Über zwei Metall-Außentreppen ist mittlerweile ein zweiter Fluchtweg für die Räume im Klinkerbau gesichert. Die Investitionen für die Treppen und diverse neue Brandschutztüren im Inneren beliefen sich im vergangenen Jahr auf etwa 50 000 Euro. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..

Wohlgemuth, Ditmar

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der größte Pendlerknoten im Raum Delitzsch, der Untere Bahnhof in der Loberstadt, soll in den nächsten Monaten verkehrstechnisch ausgebaut werden. Allerdings ist noch etwas Geduld nötig - sowohl für den dritten Park-and-ride-Platz als auch für die neue Fahrtzeitenanzeige.

28.11.2014

Abfälle und Fäkalien machen in Delitzsch derzeit die Runde. Zumindest verbal. Passanten in der Innenstadt, insbesondere im Stadtpark und am Wallgraben, monieren die spürbar sinkende Zahl intakter Müllbehälter am Wegesrand.

27.11.2014

Die Hochwassergefahr bei starken Regenfällen ist in Kyhna gebannt. Davon geht zumindest die Verwaltung der Gemeinde Wiedemar aus. Bauamtschefin Petra Hinkefuß formulierte entsprechend: "Wir sind sehr optimistisch.

26.11.2014