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Delitzsch Wiedemar macht Dorfring wieder rund
Region Delitzsch Wiedemar macht Dorfring wieder rund
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19:00 16.10.2016
Der Durchlass für die Gienicke in Pohritzsch (Gemeinde Wiedemar) wird noch in diesem Jahr erneuert. Die gemauerte Brüstung droht auf Hochdruckleitungen zu fallen. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Pohritzsch

Der Dorfring in Pohritzsch in der Gemeinde Wiedemar könnte noch in diesem Jahr zudem werden, was einen Dorfring eigentlich ausmacht – seine uneingeschränkte Durchgängigkeit für den Fahrzeugverkehr. Im Februar dieses Jahres hatte die Gemeinde endlich Nägel mit Köpfen gemacht, als sie die kleine Bücke über die Gienicke für Kraftfahrzeuge sperrte, lediglich noch Fußgängern und Radfahrern den Übergang erlaubte. Rotweiße Geländer engten die Straße ein. An dieser Stelle endete der Dorfring von beiden Seiten quasi in einer Sackgasse. Was war passiert? Über die Jahre hinweg, davon ist die Gemeindeverwaltung überzeugt, wurde die Brücke, die eigentlich nur ein kleiner Durchlass ist, von schweren Maschinen befahren, obgleich das Bauwerk nur für eine Last von 3,5 Tonnen ausgelegt und auch ausgeschildert war. Dabei könnte es sich auch um Landmaschinen gehandelt haben. „Fest steht: Die Fahrbahn ist so ausgefahren, dass die gemauerten Brüstungen nachgaben und zu kippen drohten“, erklärte Bauamtsleiterin Petra Hinkefuß. Problematisch sei das insofern, weil sich an dem Bogendurchlass nicht nur eine Abwasser- und Wasserdruckleitung befindet, sondern auch ein 20 000 Volt-Stromleitung führt. Die Schäden und die Gefahr, die von einer umkippenden Brüstung ausgehen, mochte sich keiner in der Verwaltung ausmalen. „Auch deshalb mussten wir schnell reagieren, um Schaden zu verhindern“, betonte Bürgermeisterin Ines Möller. Lange habe man in der Verwaltung nach einer Lösung gesucht, letztlich einen Fördertopf gefunden, mit dem der Neubau finanzierbar ist. „Dabei geht es um Landesmittel, unser Anteil liegt bei zehn Prozent“, teilte Petra Hinkefuß den Abgeordneten kürzlich mit. Sie hatten schließlich darüber zu befinden, ob der Auftrag über 100 000 Euro für den Neubau erteilt werden kann. Fünf Bewerber hatte sich die Unterlagen in Wiedemar abgeholt, zwei Unternehmen gaben ein Angebot ab. Die Reif Baugesellschaft aus Schkeuditz bekam den Zuschlag.

Der Durchlass wird mit einem Betonfertigteil in U-Form ersetzt. „Es muss genau zwischen die vorhandenen Leitungen passen. Auf eine Umverlegung hatten sich die Versorgungsunternehmen nicht eingelassen“, erzählte die Bauamtsleiterin. Noch bis Ende des Jahres muss die Baumaßnahme umgesetzt sein, die Rechnung vorliegen. Auch der Neubau wird auf 3,5 Tonnen Traglast begrenzt und keineswegs breiter als der Altbau sein.

Von Ditmar Wohlgemuth

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