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Delitzsch Wiedemar plant den Bedarf
Region Delitzsch Wiedemar plant den Bedarf
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06:00 19.04.2016
Wiedemar agiert künftig mit drei Löschzügen Quelle: dpa
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Wiedemar

Die Gemeinde Wiedemar schreibt ihren Brandschutzbedarfsplan fort und passt ihn damit den neuen Bedingungen, der Gründung einer Einheitsgemeinde im Jahr 2013, an. Zudem muss er den neuen gesetzlichen Bestimmungen entsprechen. Einfluss auf den Inhalt hat auch die neue Integrierte Leitstelle in Leipzig. Von dort erhält die Gemeindewehr künftig ihre Alarmierungen. Zudem mussten die Bedarfspläne der früheren selbstständige Gemeinden zusammengefasst werden.

An einer passenden Struktur der Wehr der Gemeinde mit ihren neuen Ortswehren wird bereits seit Längerem gearbeitet. Wehrleiter Wolfgang Wenzel schlug der Verwaltung vor, künftig mit drei Löschzügen zu agieren. Nur so könne von einer leistungsstarken Feuerwehr gesprochen werden, die auch über die erforderliche Lösch- und Rettungstechnik verfügt. Um effektiv Technik und Personal einzusetzen, sollen mehr denn je gemeinsame Ausbildungen durchgeführt werden.

Neue Vorgaben für die Ausrückeordnung

Diese Idee wurde sowohl in den Reihen der Feuerwehr als auch im Gemeinderat debattiert und letztlich als praktikabel und zweckmäßig eingeschätzt. Der Hauptgrund für die Einteilung in die Löschzüge Nord, Mitte und Süd ist die einzuhaltenden Rettungsfrist, aber auch die Vorgaben der neuen Ausrückeordnung. „Das heißt, wir müssen nicht nur rechtzeitig am Einsatzort sein, sondern auch mit der erforderlichen Technik und dem vorgegebenen Personal“, erklärt Hauptamtsleiterin Tatjana Bonert. Das erweist sich als zunehmend schwieriger, da in manchen Ortswehren die Tageseinsatzbereitschaft trotz der Gesamtzahl von 167 aktiven Feuerwehrleuten in der Gemeinde kaum gewährleistet werden kann.

Keine Drehleiter

Da die Gemeinde nicht über eine Drehleiter verfügt, diese aber zwingend bei einem Gebäudebrand vorgesehen ist, greift Wiedemar auf eine bereits seit Jahren bestehende Löschhilfevereinbarung mit der Stadt Delitzsch zurück. Wie Bürgermeisterin Ines Möller (parteilos) mitteilte, sind weitere Löschhilfevereinbarungen geplant, mit den näherliegenden Nachbargemeinde in Sachsen-Anhalt sei dies bislang daran gescheitert, dass es keinen Staatsvertrag gibt. Allerdings gäbe es im Fall des Falles trotzdem die Möglichkeit, entsprechende Technik von dort zur Unterstützung an- und nachzufordern.

Technische Hilfeleistungen, vor allem auf den Autobahnen 9 und 14, haben für die Wiedemarer Feuerwehr deutlich zugenommen. Die Gemeinde wird deshalb großen Wert darauf legen, dass die erforderliche Ausrüstung vorhanden ist, aber auch der Ausbildungsstand ein entsprechendes Niveau hat.

Sanierungsbedarf haben die Gerätehäuser in Grebehna und Klitschmar. Auch die Neubeschaffung von Fahrzeugen wird im Brandschutzbedarfsplan angeregt. Einige Fahrzeuge sind bereits über 30 Jahre alt.

Von Ditmar Wohlgemuth

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