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Delitzsch Wiedemar senkt die Pro-Kopf-Verschuldung
Region Delitzsch Wiedemar senkt die Pro-Kopf-Verschuldung
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14:35 23.02.2018
Die Gemeinde Wiedemar hat ihren Haushalt für das laufende Jahr 2018 beschlossen. Quelle: dpa
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Wiedemar

Der Haushalt der Gemeinde Wiedemar ist beschlossene Sache. Der Gemeinderat bestätigte einstimmig den Entwurf der Verwaltung, der im Dezember ausführlich beraten und dann für die Öffentlichkeit ausgelegt wurde. „Das Interesse der Bevölkerung hielt sich erwartungsgemäß aber in Grenzen. Es gab keine Einsichtnahmen durch Bürger der Gemeinde“, teilte Bürgermeisterin Ines Möller (parteilos) mit. Damit mussten auch keine zusätzlichen Hinweise berücksichtigt werden.

Hohe Schulden

Der finanzielle Spielraum der Gemeinde ist ohnehin sehr eingeschränkt. Sie muss 758 000 Euro als Finanzausgleichsumlage an den Freistaat Sachsen zahlen. Auf Grund der hohe Steuerkraft der Gemeinde wird sie als reich eingestuft. Unberücksichtigt bleiben dabei die hohen Schulden, die die Gemeinde seit Jahren drücken. Die liegen derzeit bei rund neun Millionen Euro. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung in diesem Jahr von 1540 Euro. „2016 lag sie noch bei 2360 Euro“, erklärte Kämmerin Sibille Schmidt und verwies auf die großen Anstrengungen der Gemeinde, von dem Schuldenberg herunter zu kommen. Perspektivisch gehe sie davon aus, die Schulden bis zum Jahr 2021 halbieren zu können. Um Kredite derzeit bedienen zu können, muss Wiedemar 1,19 Millionen Euro ihrer Einnahmen verwenden. 2021 liegt der Betrag bei etwa 502 000 Euro. Der Verwaltung gelang es mit zahlreichen Umschuldungen unter Ausnutzung der Niedrig-Zins-Phase Kosten zu sparen und diese teilweise in die Tilgung zu investieren.

Kita-Neubau

Zum Teil werden diese Mittel auch freigesetzt, um dringende Investitionen zu tätigen, die zumeist mit Fördermitteln umgesetzt werden. Ein Invest-Schwerpunkt ist der Neubau einer Kindertagesstätte im Ortsteil Wiedemar. Die Planungsaufgaben wurden bereits vergeben, das Grundstück gekauft. „Die neue Einrichtung wird eine deutlich höhere Kapazität besitzen als die bisherige Kita. Wir planen für die Zukunft“, erklärte die Bürgermeisterin. Sie rechnet mit einem weiter steigenden Bedarf an Plätzen. Die Kapazität anderer Einrichtungen sei nahezu ausgeschöpft. Auch sei die Wirtschaftlichkeit kleinerer, derzeit bestehender Einrichtungen zu prüfen.

Von Ditmar Wohlgemuth

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