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Wiedemarer Sportverein will eigene Trainingshalle bauen

Karate und Co. Wiedemarer Sportverein will eigene Trainingshalle bauen

Die Entscheidung steht fest: Der Verein Shintai Wiedemar will eine eigenen Trainingshalle bauen. Zwar sind dafür noch einige Hürden zu nehmen, aber im Verein ist man davon überzeugt, dass es keine andere Möglichkeit gibt, um den Mitgliedern auch künftig Trainingsmöglichkeiten zu bieten.

Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen des Vereins Shintai Wiedemar brauchen eine neue Sportstätte. (Archivbild)

Quelle: Privat

Wiedemar. Peter Großmann, Trainer und Mitinitiator des Vorhabens, sieht gute Chancen für den Bau, "wenn wir die entsprechende Unterstützung bekommen". Erste Vorabsprache sind bereits erfolgt. "Eigentlich brauchen wir nur die Zusage der Behörde, dass wir auf dem Grundstück, das wir uns ausgesucht haben, auch bauen dürfen", sagte Peter Großmann.

Verfolgt wird das Vorhaben von dem Verein, der Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unter anderem auch die Kampfsportart Karate vermittelt, schon seit längerem. Jetzt aber, nach gut einem Jahr Vorarbeit und langem Suchen scheinen sich die Konturen noch deutlicher abzuzeichnen. Es wurden Kostenvoranschläge für eine Leichtbauhalle eingeholt, geprüft und verglichen. Offensichtlich gibt es auch schon einen favorisierten Hallentyp. Peter Großmann kennt Zahlen: "Für alles, Grundstück und Halle, rechnen wir mit einer Investition von etwa 120.000 Euro." Ein anspruchsvolles Vorhaben, wie der Karatemeister zugibt. Aber er sieht auch Verbündete für das Vorhaben. Der Landessportbund fördert den Bau von Trainingsstätten. Wie Großmann gehört hat mit bis zu 50 Prozent. "Wenn wir es richtig anstellen, können wir unseren Eigenanteil ordentlich drücken. Aber selbst 60.000 Euro sind schon eine ziemliche Hausnummer, die nicht ohne weiteres zu stemmen ist."

Der Verein hat offenbar keine anderen Chance, muss jetzt handeln, um nicht irgendwann – und der Zeitpunkt ist nicht mehr fern – ohne Trainingsstätte dazustehen. Momentan trainieren die gut 250 Mitglieder im Tanzsaal einer ehemaligen Gaststätte. Montags bis freitags ist das Dojo, so heißt die Übungshalle, vom frühen Nachmittag bis in den späten Abend vor allem von den Karatesportlern belegt. Selbst am Sonnabendvormittag geht es dort rund. Der Verein bietet auch Kindersport, Zumba und Yoga an. An dem alten Gebäude nagt sichtbar der Zahn der Zeit, gleichwohl hat die Gemeinde Wiedemar für das Nötigste gesorgt, damit das Haus mit Saal genutzt werden kann. Es wird auch für den Schulsport genutzt.

Sich irgendwo eine andere Halle in einen anderen Ort zu suchen, scheiterte bislang. "Die in der Umgebung, die unseren Ansprüchen gerecht würden, sind jetzt schon zeitlich komplett ausgelastet", sagte Peter Großmann. Selbst wenn eine gefunden würde, hätte das zur Folge, dass die Beiträge garantiert angehoben werden müssten, um sich die Halle auch leisten zu können. Zudem könne der Verein das seinen Mitgliedern, die aus der Region, aber auch aus Halle, dem Saalekreis und Schkeuditz kommen, nicht zumuten. "Wir würden garantiert Mitglieder in Größenordnung verlieren und das, was bisher aufgebaut wurde, in Frage stellen", hieß es. Das Risiko will man nicht eingehen.

Eine Leichtbauhalle mit angeschlossenen Sanitärtrakt und Umkleidekabinen scheint für den Verein die einzige Alternative zu sein. Das mit dem Grundstück müsse klappen, einen Plan B gebe es nicht. Wann es tatsächlich spruchreif wird mit dem Bau, liegt an einer Entscheidung, auf die der Verein keinen Einfluss hat. "Wir hoffen, dass sie zu unseren Gunsten ausfällt", erklärte Peter Großmann.

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