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Delitzsch Wiedemarer feiern 70. Geburtstag
Region Delitzsch Wiedemarer feiern 70. Geburtstag
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07:00 18.08.2016
Hochbeete sind eine altersgerechte Lösung für die Bewirtschaftung von Kleingärten. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Delitzsch

Die Gartenanlage Freundschaft in Wiedemar hat zwar das Seniorenalter längst erreicht, sie feiert an diesem Wochenende ihr 70-jähriges Bestehen, dennoch sprühen die Hobbygärtner geradezu vor Ideen, wie sie ihre Anlage für Jung und Alt noch attraktiver machen können. Die altersgerechte Bewirtschaftung von Parzellen ist da nur ein Stichwort.

Buntes Programm organisiert

Zunächst aber wollen die Pächter der 4,5 Hektar großen Anlage am südlichen Dorfrand feiern, ihr Jubiläum begehen. Und sie wollen es nicht allein tun. „Wir laden alle ein, die dabei sein wollen. Wer kommt, der kommt, wir schicken keinen weg“, verspricht Vereinsvorsitzender Holger Hering. Das Programm hält dann auch einige Höhepunkte zur Unterhaltung bereit. Am Samstag gibt es ab 14 Uhr eine Freddy-Quinn-Show, gefolgt von einer Andrea-Berg-Double-Show ab 16 Uhr. Den Abend gestaltet dann das Showteam Simonight. Für die kleinen Gäste dreht sich den ganzen Tag über das Karussell und lädt die Hüpfburg ein. Am Sonntag zeigt die Jugendfeuerwehr Löbnitz ab 10 Uhr ihr Können.

Nur vier leerstehende Gärten

„Das Zusammenleben mit den Menschen im Ort ist uns wichtig“, teilte Hering mit und erkennt zudem einen Trend: „Wir bekommen deutlich mehr Anfragen aus Wiedemar. Es sind vor allem junge Leute, die neben ihrer Wohnung wenig Grün haben und sich deshalb für die Gärten interessieren.“ Insgesamt 80 Parzellen gibt es, jede um die 600 Quadratmeter groß. Die Zahl der leerstehenden Gärten hält sich sehr in Grenzen. „Sie schwankt immer mal, gegenwärtig sind es vier“, so Hering. Dass es gelingt, den Leerstand gering zuhalten, ist für ihn und den Vorstand Ergebnis intensiver Arbeit. Und dann stellt er fest: „Vielleicht sind wir nicht ganz so restriktiv wie andere Anlagen.“ So sei es in erster Linie wichtig, dass zu sehen ist, das der Garten bewirtschaftet wird. Von strikten Vorhaben beispielsweise für die Größe der Beete für Gemüse, halte man wenig, schließlich solle auch die Kreativität der Kleingärtner zum Tragen kommen. „Auch deshalb sind wir nicht in einem Kleingartenverband organisiert“, so Hering. „Das Bundeskleingartengesetz gilt allerdings auch bei uns.“

Vereinsheim wird saniert

Die Zeiten, in denen der Garten ausschließlich der Eigenversorgung diente, seien vorbei. Als die Kleingartensparte gegründet wurde, ein Jahr nach Kriegsende, sah das anders aus. Der Generalpachtvertrag mit Wiedemar gelte noch heute. Hering hält der Gemeinde zu Gute, dass sie vor vier Jahren für eine neue Stromversorgung der Anlage sorgte. Das bringe Zukunftssicherheit. Natürlich investiert der Verein regelmäßig in die Anlage. Momentan wird das Vereinsheim, ein Flachbau aus tiefen DDR-Zeiten, komplett saniert. Die Toilettenanlage ist es bereits.

Sorgen bereitet dem Vorstand der hohe Altersdurchschnitt im Verein. Er liegt bei 53,4 Jahre und damit deutlich über dem Durchschnitt der Sparten in Nordsachsen (47 Jahre). „Wir wollen natürlich junge Leute, aber auch, das die älteren ihren Garten möglichst lange bewirtschaften können“, betonte Hering. Altersgerechte Lösungen sieht er beispielsweise in Hochbeeten, die sich die Kleingärtner nach eigenen Vorstellungen errichten. Oder in einer pflegeleichten, nicht zu kleinteiligen Gestaltung der Gärten. Hering ist seit 1980 in der Wiedemarer Anlage, seit 1993 im Vorstand und seit 2003 dessen Vorsitzender, jetzt will er in die zweite Reihe treten, jüngeren das Feld überlassen.

Von Ditmar Wohlgemuth

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