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Wiedemarer Chor startet im April neu durch

Musik Wiedemarer Chor startet im April neu durch

Der Auftritt mit dem Kinderliedautoren Rolf Zuckowski in der Hamburger Elbphilharmonie war der Höhepunkt des vergangenen Jahres für den Wiedemarer Projektchor C.I.S.U.M.. Ab April sucht der Chor dann neue Sängerinnen und Sänger, um sich auf neue Herausforderungen vorzubereiten. Welche Auftritte es dann geben wird, entscheidet der Chor gemeinsam.

Der Wiedemarer Chor Cisum trat in der Elbphilharmonie Hamburg auf. Es war das Abschlusskonzert der Tour Elbkinderland mit dem Kinderliedautor und -sänger Rolf Zuckowski.

Quelle: privat

Wiedemar. Alles hat seine Zeit. Der in Wiedemar ansässige Chor C.I.S.U.M. löst sich auf, um sich im April wieder neu zu finden. In der Zusammensetzung wie er zuletzt in der Hamburger Elbphilharmonie im Dezember zu erleben war, wird es keine Auftritte mehr geben. Damit geht eine weitere Periode innerhalb des elfjährigen Bestehens des Chors zu Ende. Einst entstand er als Kindergartenchor der Kita Schatztruhe in Wiedemar und entwickelte sich dann zum Projektchor, der Kinder aus der Region beim Singen vereinte.

Die Musik verbindet

„C.I.S.U.M. ist nicht nur unser Name, er bedeutet auch rückwärts gelesen Musik und die ist es, die uns verbindet“, machte Jeanette Hammer, Leiterin des Chores, der unter dem Dach des Vereins Shintai Wiedemar eine Heimstatt fand, das Ziel der ehrenamtlichen Arbeit deutlich. Zur Leitung des Chores gehört zudem Ines Horn, unverzichtbar ist auch Pianistin Nadiya Ahlner.

Emelie Löricke, heute zwölf Jahre alt, ist seit gut neun Jahren dabei und eine von mehr als einem Dutzend Sängerinnen und Sängern. „Mir wird etwas fehlen, ich habe immer gern gesungen“, gesteht sie nach dem gemeinsamen Auftritten im vergangene Jahr. Vor allem wird sie die Gemeinschaft vermissen, die sich nahezu jedes Wochenende im Wiedemarer Kindergarten getroffen hat, um zu proben, um sich für Auftritte vorzubereiten. Mit den Jahren seien einige, auch in bekannten Häusern, zusammengekommen, aber der letzte war ihrer Meinung nach der größte überhaupt.

Verein Elbkinderland

Die Wiedemarer durften beim Abschlusskonzert der Tour von Rolf Zuckowski, Musiker, Komponist und Produzent von Kinderliedern, natürlich gemeinsam mit ihm und mehreren Hundert anderen Mädchen und Jungen in der Elbphilharmonie in Hamburg auftreten. Das Konzert, das zugleich aus Anlass des 40-jährigen Bühnenjubiläums von Zuckowski stattfand, stand unter dem Motto „Elbkinderland“.

Dass die Wiedemarer dabei sein konnten, obwohl das Dorf bekanntlich nicht an der Elbe liegt, geht zurück auf das Jahr 2013. Da wurde C.I.S.U.M. bei einem Auftritt in Schenkenberg vom Verein Elbkinderland entdeckt. „Der Kontakt brach über die Jahre nicht ab“, erzählte Jeanette Hammer. Rolf Zuckowski vergaß die Freunde aus Nordsachen auch nicht zu seinem Bühnenjubiläum.

Kinder brauchen Musik

Der Wiedemarer Chor lebt davon, dass sich immer wieder Enthusiasten finden, die gemeinsam singen wollen und die Sängerinnen und Sänger unterstützen. Die Wiedemarer bekommen Hilfe von der Stiftung „Kinder brauchen Musik“.

Quasi jedes Jahr im April trifft sich der Kern des Chores, die Stammbesetzung, zu einem Workshop, um die Pläne und Aktivitäten für das Jahr festzulegen. „Wir entscheiden dann, welche Vorhaben uns Spaß machen würden, wo wir uns einbinden und worauf wir uns vorbereiten wollen“, teilte Hammer mit. Sie präsentiert dann eine gewisse Vorauswahl und lässt die große Runde entscheiden. Die Inhalte der Projekte sind entscheidend, wie sich der Chor dann zusammensetzt. „Es wird Castings und ein Vorsingen geben“, erklärt die Chorleiterin. Dafür bewerben könne sich jedes Kind. Sind alle Kandidaten gefunden, werden die Stücke, die zur Aufführung kommen sollen, geprobt bis zur Perfektion. Dafür sind dann die Wochenenden da. „Die Anstrengungen lohnen sich, denn was die Kinder mitgestalten, sind unvergessliche Erlebnisse“, weiß Jeanette Hammer und sie freut sich bereits auf die Zeit, in der sie die nächste Besetzung des Chores leiten darf.

Von Ditmar Wohlgemuth

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