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Delitzsch Wiedemarer wehrt sich gegen Schadenersatzforderung
Region Delitzsch Wiedemarer wehrt sich gegen Schadenersatzforderung
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21:00 08.08.2016
Drei Bäume wurden im Februar in Wiedemar illegal gefällt. Das Nachspiel dauert bis heute an, der Verursacher will nicht zahlen. Quelle: privat
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Wiedemar

Diese Aktion hat für Aufsehen gesorgt und ist bis heute noch nicht für die Beteiligten ausgestanden. Sie könnte, wenn der Verursacher nicht einlenkt, sogar vor Gericht enden. Im Februar dieses Jahres hatten offenbar mehrere Anwohner der Straße zur Mühle in Wiedemar drei gesunde Bäume abgesägt. Sie hatten keine Genehmigung dafür eingeholt. Die Bäume standen zudem auf kommunalen Grund und Boden. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf, weil die Gemeinde Anzeige erstattet hatte.

Bäume haben TV-Empfang gestört

Dabei stellte sich heraus, dass die Täter offenbar aus Eigennutz zur Kettensäge griffen. Sie führten an, dass die Bäume, die zwischen der Fahrbahn und den bewohnten Gebäuden standen, den TV-Empfang störten. Wie sich weiterhin herausstellte, waren mehrere Personen beteiligt, die die Polizei auch schnell ermittelte. Bekanntgeworden ist jetzt, dass eine Person für die Kettensägen-Attacke die Verantwortung übernahm. Gegen ihn wurde daraufhin auch das Bußgeld und die Schadenersatzforderung gestellt. Wie aus der Wiedemarer Verwaltung zu erfahren war, ist derzeit noch kein Geld geflossen. Der Verursacher sei der Meinung, dass die Bäume keineswegs ersetzt werden müssten, weil sie doch jetzt bereits wieder neue Triebe bilden. Die Gemeindeverwaltung sieht das anders. „Es werden keine Bäume mehr im eigentlichen Sinne“, betonte Bürgermeisterin Ines Möller (parteilos). Lediglich Büsche würden so entstehen. Die Forderung nach Ersatzpflanzungen bleibe deshalb auch weiterhin bestehen. Die werde auch von einem Gutachter gestützt. Uneinsichtig bleibe der Verursacher dennoch, hieß es. Erst kürzlich habe man dem Wiedemarer die Situation nochmals erläutert, auch die Möglichkeit eines Gegengutachtens, für das er allerdings selbst aufkommen müsste, erklärt.

6000 Euro Schaden

„Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der zu einem anderen Ergebnis kommen wird“, so Ines Möller. Die Verwaltung werde ihre Schadensersatz gegebenenfalls auch vor Gericht einklagen, hieß es. Es handelt sich derzeit um eine Schadenshöhe von etwa 6000 Euro. Auf diesen Wert wurden die abgeholzten Bäume geschätzt. Ein Gerichtsverfahren würde die Angelegenheit nicht nur in die Länge ziehen, es kämen auch deutlich mehr Kosten auf den Verursacher zu. Die Gemeinde sieht sich im Recht, will die Geschichte auch bis zum Endergebnis bringen, auch, um Nachahmer abzuschrecken.

Von Ditmar Wohlgemuth

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