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Delitzsch Wilde will's wieder werden: Rathauschef stellt sich der OBM-Wahl
Region Delitzsch Wilde will's wieder werden: Rathauschef stellt sich der OBM-Wahl
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13:51 19.05.2015
Quelle: Wolfgang Sens

" Am 7. Juni 2015 sind die Delitzscher aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

Wildes Kandidatur kommt nicht völlig überraschend, aber wohl überlegt, wie der 52-Jährige betont. Er habe die vergangenen Wochen genutzt, um seine bisherige Amtszeit Revue passieren zu lassen. Das Ergebnis: "Ich bin mit mir im Reinen und nicht ohne Stolz auf das, was seit 2008 erreicht wurde. Natürlich", fügt Wilde hinzu, "konnte das nur mit einem guten Team von Mitarbeitern gelingen. Ich bin insofern auch stolz auf unsere Verwaltung."

Das Team war von Wilde zunächst kräftig umgekrempelt worden. Als eine seiner ersten Amtshandlungen veränderte der neu gewählte OBM interne Strukturen, besetzte wichtige Schaltstellen neu. Der Aufwand habe sich gelohnt, sagt er rückblickend. Wissend, dass er sich damit nicht nur Freunde gemacht hat. Wilde ist inzwischen bekannt für einen ausgeprägten Durchsetzungswillen, der auch vonseiten des Stadtrates immer mal kritische Töne provozierte. Wilde, bis 2008 Museumsleiter, hat gelernt, auf seine Weise im politischen Geschäft zielorientiert zu agieren. Von streng hierarchischen Strukturen halte er aber nichts, versichert der Rathauschef. Gerade bei weitreichenden Entscheidungen berate er sich nicht nur mit Ressortleitern, sondern hole auch detailkundige Sachbearbeiter an den Tisch. "Und ich nehme durchaus die Hinweise von Bürgern ernst, die mich auf vielen Wegen erreichen."

Manfred Wilde, ein gebürtiger Wolfener mit Delitzscher Wohnsitz seit 1992, ging vor sechseinhalb Jahren mit einem Neun-Punkte-Plan an den Start. Eine Stadtverwaltung als Dienstleister der Bürger hatte er sich auf die Fahne geschrieben, ebenso die Stärkung der Ortsteile in ihrer Identität und eine Belebung der Altstadt. "Das ist gelungen", sagt Wilde und verweist zum Beispiel auf zügige Bearbeitungen von Bauanträgen und das Bürgerbüro. In der Altstadt wurde viel saniert, es gibt wieder ein Kino. In den Ortsteilen standen Investitionen in Feuerwehr-Depots an. Im lokalen Energiesektor hat die Stadt ihren Mehrheitseinfluss zurück. Im Sinne der Kinder und Jugendlichen wurden Millionen Euro in Schulen und Kitas gesteckt. "Nur hinsichtlich der Landesgartenschau hat es nicht geklappt", bedauert Wilde.

Eine konkretes Wahlprogramm hat er für die nächste Amtszeit derzeit nicht. Der Kurs lautet: weiter so. Im Moment ist ohnehin unklar, mit welchen Herausforderern es der Amtsinhaber zu tun bekommt. Fünf waren es 2008 - von CDU, SPD, FDP, Linke und der rechtsextremen SVP. Wildes politische Wahlkampfposition steht allerdings fest: Er tritt wieder als parteiloser Kandidat an. Er wolle, so betont er, unabhängig bleiben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.12.2014
Kay Würker

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