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Delitzsch Wir ackern für Deutschland
Region Delitzsch Wir ackern für Deutschland
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10:49 26.05.2010
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. Die Verspätung nahm der sächsische Landwirtschaftsminister Frank Kupfer (CDU) später auf seine Kappe. „Ich komme gerade von Ehrhard Neubauer." Der Besuch bei dem Landwirt aus der Nähe von Torgau war nicht eingeplant. Doch der Sturm wehte nicht nur dessen neun Ställe an drei Standorten durcheinander, sondern auch Solidaritätsbekundungen heran. „Ich freue mich", so Kupfer auf Worte von Birke Bezug nehmend, „dass sie hier zur Solidarität untereinander auffordern." Birke hatte zuvor die Vertreter des 1058 Mitglieder zählenden Verbandes aus der Region Delitzsch/Eilenburg gebeten, beim Aufräumen zu helfen. „Allein schafft er es nicht."

Landwirtschaft habe in Nordsachsen einen hohen Stellenwert, so Landrat Michael Czupalla (CDU). 63 Prozent der Flächen würden entsprechend genutzt. Czupalla erinnerte in seiner Rede an die 20 Jahre offen gelebte Partnerschaft mit dem Verband. „Unser Amt heißt nicht umsonst Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus." Er erinnerte an eine Episode. Mit der D-Mark-Einführung hatten die Bauern Mühe, ihr Schlachtvieh loszuwerden. „Ich war gerade 14 Tage im Amt, da standen am Freitagnachmittag die Bauern bei mir in der Tür. Sie forderten: Entweder nimmst Du uns das Schlachtvieh ab oder wir binden es Dir an die Tür", erzählte Czupalla, dem damals übrigens ein mobiler Schlachtzug aus Schwäbisch-Hall die quiekende Sauerei im Amt ersparte.

Dass es nur gemeinsam geht, das stellten anschließend der Präsident des sächsischen Landesbauernverbandes, Wolfgang Vogel, und der des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, in den Mittelpunkt ihrer Reden. Vogel hob hervor: „Ohne uns Bauern geht gar nichts und an uns geht nichts vorbei. Doch wir müssen mit einer Stimme sprechen. Und wenn bis 2012 am Agrardiesel gerüttelt wird, reden wir nicht mehr nur von einem Tornado", gab er sich kämpferisch.

„Viele schauen neidisch nach Sachsen", verriet der Bayer Sonnleitner. Neid müsse man sich verdienen. Dass es dennoch Sorgen gibt, weiß auch er. „Unsere Mitbürger leben in Sachen Nahrung wie im Paradies, nur wir Bauern wurden einkommensmäßig daraus vertrieben." Doch es gelte auch in Zeiten der von Casino-Bankern verursachten Krise: „Hat der Bauer Geld, nur dann hat‘s auch die ganze Welt."

Ilka Fischer

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