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Delitzsch „Wir brauchen Sie alle“
Region Delitzsch „Wir brauchen Sie alle“
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09:25 18.04.2011
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. In vier Kategorien wurden wie berichtet die Preisträger geehrt – Steffen Böhme (Soziales), Gabriele Hammermann (Kutur), Rüdiger Borkert (Natur- und Umweltschutz) sowie Irma und Winfrid Lehmann (Sport).

Für sie gab es ein Unikat. Jeweils eine von Jürgen Zich von der Eilenburger Behindertenwerkstatt entworfene Keramik-Uhr. Der Zeitmesser hat in diesem Jahr eine Neugestaltung erfahren, ist jetzt als Wand- statt Standuhr zu haben. 500 Euro Anerkennung gibt es für jeden dazu. All das ist Symbolik pur. „Sie leisten einen Dienst für die Gemeinschaft, der mit Geld nicht aufzuwiegen ist", macht Andreas Nüdling deutlich. Der Generalbevollmächtigte der Sparkasse Leipzig hofft, dass von Veranstaltungen wie diesen eine Signalwirkung ausgehe, dass sich noch mehr Menschen und Vereine engagieren, um das Leben im Landkreis zu bereichern. Seinem Dank an die zahllosen Ehrenamtler im Landkreis, die an diesem Abend von vergleichsweise wenigen vertreten sind, schließt sich auch Landrat Michael Czupalla (CDU) an: „Ehrenamtlich tätig sein heißt, Eigeninitiative und Eigenverantwortung zu übernehmen und gleichzeitig andere zum Mitmachen zu motivieren. Wir brauchen Sie alle", sagt Czupalla, appelliert aber auch: „Die Bereitschaft aller ehrenamtlich tätiger Bürger sollte nicht als selbstverständlich hingenommen, sondern muss sorgsam gepflegt werden." Das tun auch die, die den Preis an diesem Abend bekommen. So wie Gabriele Hammermann vom Musikverein Eilenburg, die ihre Auszeichnung symbolisch an ihre Musiker weiterreicht: „Ohne sie wäre ich nichts." Ähnlich sieht es Steffen Böhme, seit 14 Jahren mit der Grundschule Zschortau als Klasseneltern,- Schulelternsprecher und Vorsitzender des Schulfördervereins verbunden, der sagt: „Der Preis ist für alle, die mich unterstützen." Oder Rüdiger Borkert von der Regionalgruppe Delitzsch des Naturschutzbundes, der den Preis als „Motivation für die weitere Arbeit", sieht. Den wohl bewegendsten Moment an diesem Abend gibt es, als SV-Dölzig-Chef Jörg Thiele stellvertretend für Irma Lehmann und deren schwer erkrankten Mann Winfrid die Ehrung in der Kategorie Sport entgegennimmt: „Im Namen der beiden sage ich Danke. Wir werden ihm den Preis im würdigen Rahmen zu Hause überreichen."

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Delitzsch. Die Zahl für Abergläubische schwebte über allem und sollte dennoch kein Unglück bringen. Im gewohnt festlichen und würdigem Rahmen ging am Freitagabend die von LVZ-Regionalverlagsleiterin Kerstin Friedrich moderierte 13. Verleihung des Mühlenpreises über die Bühne – diesmal im Foyer der Sparkasse am Delitzscher Markt. In vier Kategorien wurden wie berichtet die Preisträger geehrt – Steffen Böhme (Soziales), Gabriele Hammermann (Kutur), Rüdiger Borkert (Natur- und Umweltschutz) sowie Irma und Winfrid Lehmann (Sport).

552 Ansagen von zwölf Jury-Mitgliedern waren nötig, um in den vier Kategorien die Punkte zu verteilen. Um die Besten zu ermitteln, musste dann der Taschenrechner bemüht werden. Die wenigsten Zähler führten am Ende zum Sieg. In der Kategorie Kultur war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Krostitzer Chorleiter Dieter Graubner und Gabriele Hammermann. Die 53-jährige künstlerische Leiterin des Musikvereins Eilenburg setzte sich schließlich knapp durch. „Sie ist stets ansprechbar und interessiert sich für alle Belange im Verein. Hohe Flexibilität und Einsatzbereitschaft zeichnen sie aus, neuen Musikstücken steht sie offen gegenüber", heißt es unter anderem in der Begründung. Zwölf Vorschläge gab es für die Kategorie Sport. Mit Irma und Winfried Lehmann gewann ein Ehepaar, das seit Jahrzehnten das Vereinsleben des SV 1863 Dölzig bestimmt. Die „gute Seele" Irma Lehmann (73) arbeitet seit 1975 als Übungsleiterin im Kinderturnen, setzte sich dafür ein, dass neue Sportarten wie Volleyball, Federball, Karate/Judo und Tischtennis angeboten werden konnten, „setzt weit über das Normale hinaus ihre Freizeit ein, um Sportstätten und Sportverein zu betreuen." Winfrid Lehmann übt seit 30 Jahren das Amt des Schatzmeisters aus. Dem 71-Jährigen ist es zu verdanken, dass sich die Sportanlagen in einem sehr guten Zustand befinden. Er sei bemüht, partnerschaftliche Dialoge mit allen Beteiligten zu fördern, Probleme zu lösen und die Umsetzung von Projekten einzuleiten. Aus Krankheitsgründen konnten beide an der Veranstaltung nicht teilnehmen. Für das Paar nahm stellvertretend SV-Chef Jörg Thiele den Preis entgegen. In der Kategorie Umwelt und Naturschutz lag in der Gunst der Jury Rüdiger Borkert am Ende ganz vorn. Der 53-Jährige arbeitet seit über 30 Jahren ehrenamtlich als Ornithologe im Bereich des Altkreises Delitzsch und leitet seit zehn Jahren die Naturschutzbund-Regionalgruppe Delitzsch mit über 300 Mitgliedern. Der Jüngste im Bunde der Geehrten steht wie die anderen auch schon seit mehreren Jahren auf der Vorschlagsliste. Steffen Böhme siegte überzeugend im Bereich Soziales. Der 43-Jährige ist seit 14 Jahren in der Grundschule Zschortau Klasseneltern-, Schulelternsprecher und Vorsitzender des Schulfördervereins. „Obwohl er selbst keine Kinder mehr in der Schule hat, blieb sein Engagement immer gleich, es ist immer Verlass auf ihn, heißt es in der Begründung.

Kathrin Kabelitz

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