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Delitzsch "Wir dürfen an der modernsten Stranggussanlage der Welt mitbauen"
Region Delitzsch "Wir dürfen an der modernsten Stranggussanlage der Welt mitbauen"
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14:01 19.05.2015
Geschäftsführer Thomas Roeder (Mitte) im Planungsgespräch mit seinen Mitarbeitern. Bei DSD IRT werden Rohre unterschiedlicher Art gefertigt, die in der Industrie in Großprojekten verbaut werden. Quelle: Alexander Bley
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Delitzsch

Die LVZ stellt einige davon vor. Heute: die DSD Industrie Rohrtechnik GmbH Delitzsch (DSD IRT), ein Tochterunternehmen der DSD Steel Group GmbH. Diese fasst als Holding spezielle Unternehmen zusammen, die über den Werkstoff Stahl, seine Anwendung und Erzeugung, miteinander verbunden sind. Produktionsstätten gibt es in Deutschland, Luxemburg und Ägypten.

Da hat sich prächtig was entwickelt auf der grünen Wiese im Gewerbegebiet Delitzsch-Südwest. Die DSD Steel Group Saarlouis hat drei Millionen Euro in das Delitzscher Tochterunternehmen investiert und 36 neue Arbeitsplätze geschaffen. Seit 1. November 2011, nach nur viereinhalb Monaten Bauzeit, bezog das DSD-Team das 10 000 Quadratmeter große Grundstück.

Die Firma hat sich seitdem kontinuierlich entwickelt und ist systematisch gewachsen. Bei der offiziellen Eröffnung im März 2012 zählte das Unternehmen 49 Mitarbeiter. Inzwischen werden 100 beschäftigt, von denen 60 bei der Firma selbst angestellt sind; hinzu kommen 40 Nachunternehmer. Der Umsatz stieg von 3 Millionen Euro im ersten Jahr auf nunmehr 20 Millionen Euro. "Wir hatten in den vergangenen drei Jahren jeweils 100-prozentige Auslastung und sind bis ins Frühjahr 2015 voll beschäftigt. Wir konnten die Umsätze generieren, die wir erhofft und geplant haben", fasst Geschäftsführer Thomas Roeder zusammen.

In Delitzsch werden Rohrsysteme unter anderem für Stahlwerke, Kraftwerke, Wasseraufbereitungsanlagen und die Chemieindustrie gefertigt. Kernbereiche sind die Entwicklung, Berechnung, Konstruktion, Herstellung, Montage, Inbetriebnahme und Wartung von Rohrleitungssystemen, Apparaten, Behältern und Stahlbaukonstruktionen, auch komplette Anlagen. "Mit moderner Technik setzen wir schnell und flexibel die Wünsche unserer Geschäftspartner um. Ich habe das Glück, über hochmotivierte flexible Mitarbeiter zu verfügen, die sich zu 100 Prozent mit dem Unternehmen identifizieren und die bereit sind, über das normale Maß hinaus zu gehen. Ansonsten wären solche Erfolge und Zahlen nicht möglich", lobt Roeder.

DSD bietet Leistungen über alle Prozessstufen, von der Konzeptfindung über Planung, Konstruktion und Fertigung bis zur Montage und Inbetriebnahme. Aktuell arbeitet das Team der DSD IRT an einem Großauftrag für die Dillinger Hütte im Saarland. Die einjährige Planungsphase ist beendet, jetzt geht es an die Fertigung. "Wir dürfen an der modernsten Stranggussanlage der Welt mitbauen. Dort wird einmal sehr hochwertiger Stahl produziert", verrät der Chef und gibt einen Einblick in die dreidimensionalen Planungen. Für den Laien sieht das aus wie eine Schnittmusterseite aus einer Frauenzeitschrift. Hinter dem völlig undurchsichtigen Geflecht aus verschiedenfarbigen Leitungen verbirgt sich die Stranggussanlage. Ein gewaltiges Projekt: 40 Meter tief in der Erde, ragt es noch 15 Meter hoch heraus, ist also 55 Meter hoch und 60 Meter im Durchmesser. Insgesamt werden 30 Kilometer Rohrleitungen und 15 000 Tonnen Stahl verbaut. Den Großauftrag hat das Schwesterunternehmen DSD Montagetechnik GmbH an mehrere Unternehmen aus der DSD-Gruppe aufgeteilt. In Delitzsch ist das Team um Prokurist Michael Hüfner für die Planung des Rohrleitungsbaus verantwortlich. Außerdem realisiert die DSD IRT das Hydraulik- und Fettrohrleitungspaket. Die Komponenten werden dabei in Delitzsch vorgefertigt und ab Herbst bis Frühjahr im Saarland montiert. Und was macht die Anlage so besonders? Sie verfügt über zwei Linien, die, einfach ausgedrückt, sehr schnell, sehr viel und sehr hochwertigen Stahl produzieren.

"Ich bin sehr optimistisch, was die Zukunft anbelangt. Wir möchten weiter wachsen und brauchen dafür auch qualifizierte Mitarbeiter wie Bauleiter, Projektleiter, aber auch Lehrlinge und Studenten", so Roeder. Der jüngste Mitarbeiter ist 18, der älteste ist bereits über 70.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.08.2014
Frank Pfütze

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