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Delitzsch Wohnpark Biesen: Eroberung geht in die nächste Runde
Region Delitzsch Wohnpark Biesen: Eroberung geht in die nächste Runde
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06:00 01.04.2016
Im Wohnpark Biesen herrscht reger Baubetrieb, verbunden mit ersten Einzugsfreuden. Ab diesem Monat werden weitere Grundstücke erschlossen. Quelle: Kay Würker
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Biesen

Die Eroberung der neuen Welt – im Wohnpark Biesen ist sie zu erleben. In atemberaubendem Tempo stecken immer neue Siedler ihr Land ab, gießen Bodenplatten, ziehen Eigenheime hoch. Während Baufahrzeuge über schlammigen, jungfräulichen Boden rollen, hängen gleich nebenan schon die ersten Kinderschaukeln und provisorische Holztafeln mit Familiennamen. Eine quirlige Mischung aus Bauboom und Einzugsfreuden.

Und die Gemeinde Rackwitz tut einiges, um die Eroberungswelle am Laufen zu halten. Gerade vergab der Gemeinderat einen 142 000 Euro schweren Auftrag für Straßen-, Tief- und Kanalbau. Der Wohnpark soll um einen zweiten Bauabschnitt erweitert werden. Der Bebauungsplan dafür existiert schon seit Längerem, doch weil sich in Biesen jahrelang so gut wie keine Nachfrage zeigte, schlummerte er in der Schublade. Nun wächst das Areal weiter Richtung Norden. „17 Baugrundstücke kommen hinzu. Nahezu alle sind bereits reserviert“, berichtete Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos). In diesem Monat sollen die Arbeiten starten.

Um auch juristisch auf sicherem Boden zu bauen, verpflichtete die Gemeinde eine Leipziger Rechtsanwaltskanzlei. Die Advokaten sollen bei der Erschließung und Veräußerung der kommunalen Baugrundstücke beraten, bis hin zur Kaufvertragsabwicklung. „Anders als bei früheren Erschließungen wird das Honorar diesmal nicht nach Arbeitsstunden abgerechnet, sondern eine Pauschale in Höhe von 25 000 Euro vereinbart“, erklärte Schwalbe. Das solle unerwartete Kostensteigerungen vermeiden.

Auch eine Neufassung der Erschließungsbeitragssatzung wurde verabschiedet. Demnach trägt die Gemeinde im Regelfall zehn Prozent der beitragsfähigen Kosten für Straßen, Plätze, Grünflächen, Entwässerung und Beleuchtung, der Rest wird flächenabhängig auf die Grundstückseigentümer umgelegt. Die voraussichtlichen Erschließungskosten werden von den Grundstückseignern im Voraus eingezogen – komplett oder anteilig.

Auch der Kreisverband der Volkssolidarität baut im Wohnpark Biesen: ein Wohnprojekt zur therapeutischen und heilpädagogischen Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Die Wände des Flachbaus stehen inzwischen, nächste Woche soll er nach oben hin geschlossen werden. Laut Bauherr ist das Vorhaben leicht im Verzug, weil Temperaturen von unter fünf Grad Celsius Schwierigkeiten bereiteten. Doch Anfang September soll die Unterkunft schlüsselfertig sein. Voraussichtlich Mitte Mai wird das Richtfest zelebriert.

Von Kay Würker

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