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Delitzsch Wohnungsbaugenossenschaft Delitzsch investiert in Rackwitz
Region Delitzsch Wohnungsbaugenossenschaft Delitzsch investiert in Rackwitz
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00:34 06.05.2018
Die WBG Delitzsch saniert Wohnblöcke in Rackwitz und investiert dafür 2,2 Millionen Euro. WBG-Technik-Chefin Gabriele Przinosch (Mitte) und Planer Olaf Milkner (links) informieren sich über den Stand der Arbeiten. Auftragnehmer Thomas Staudy berichtet. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
Rackwitz

Es ist eine der ganz großen Investitionen, die von der Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Aufbau Delitzsch derzeit umgesetzt und noch bis Ende dieses Jahres beenden sein soll. „2,2 Millionen Euro ist für uns schon ein sehr bedeutender Betrag“, wie Bernd Steude von der WBG betonte. Er fließt in die Komplettsanierung von insgesamt 41 derzeit leeren Wohnungen als auch in die Gebäude in der Schladitzer Straße 1a bis e und in der Loberstraße 4 a bis c in Rackwitz.

Interesse bei Leipzigern wecken

Die WBG besitzt in der Gemeinde Rackwitz insgesamt 193 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe. Insbesondere in den WBS (Wohnungsbauserie)-70-Blöcken muss die Genossenschaft zum Teil einen hohen Anteil an Leerstand verkraften. Mit der Sanierung, die unter anderem auch den Anbau von Balkonen vorsieht, werde sich die Qualität des Wohnungsstandortes deutlich verbessern, ist sich Kai Hofmeier vom WBG-Vorstand sicher. Er rechnet zudem fest damit, dass die sanierten Wohnungen dann auch auf Interesse bei jungen Leuten treffen, denen beispielsweise die Mieten in Leipzig zu hoch sind und die dann aufs Land ausweichen. Die gute Verkehrsanbindung als auch die unmittelbare Nähe zur Schladitzer Bucht als Naherholungsgebiet führte das Vorstandsmitglied als werbewirksame und zugkräftige Argumente an.

Generalauftragnehmer gewonnen

Derzeit sind die Arbeiten in der Loberstraße in vollem Gang. Als Generalauftragnehmer konnte die WBG die Firma Thor Projekt aus Leipzig gewinnen. Dessen Geschäftsführer Thomas Staudy selbst koordiniert die Arbeiten auf der Baustelle, stimmt sich sowohl mit den Mietern als auch mit der WBG und dem beauftragten Planer Olaf Milkner von ProBau in Delitzsch kontinuierlich ab.

Herausforderung für Bewohner

Rainer Eilrich bewohnt dort eine Wohnung. „1987 bin ich hier gleich nach dem Neubau eingezogen“, sagte der 61-jährige Alleinwohnende. Dass momentan die Handwerker seine Küche in Beschlag genommen haben, kann er verschmerzen. „Ist doch eine absehbare Zeit“, meinte er. Tatsächlich erfolgt die Strangsanierung, also jener Kanal, in dem die Ver- und Entsorgungsleitungen zusammenkommen, auch in den bewohnten Wohnungen.

„Es ist eine echte Herausforderung für uns als auch für die Bewohner“, sagte Thomas Staudy, der stets den Zeitplan im Blick haben muss. Er sei bemüht, die Belastungen für die Bewohner so gering wie möglich zu halten. Aber insbesondere die Stemmarbeiten seien notwendig, leider auch staub- und lärmintensiv. Darüber hinaus, dem Zeitdruck Rechnung tragend, müssen sich die Bewohner auch auf Arbeiten am Sonnabend einrichten.

15 Wohnungen bekommen Balkone

„Gegenseitiges Verständnis füreinander ist schon da“, sagte die Chefin der Technischen Abteilung der WBG, Gabriele Przinosch. Sie fungiert zudem als Verbindungsfrau zwischen den Mietern und dem Bauunternehmen. Sie betonte: „Wenn unsere Mieter mit gravierenden Problemen im Zusammenhang mit den Sanierungsarbeiten an uns herantreten, finden wir gemeinsam eine Lösung. Wir werden sie im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen.“

Neben der Strangsanierung gibt es eine komplett neue Elektrik, die Bäder werden je nach Wunsch mit Dusche oder Wanne ausgestattet, die Fußböden erneuert, die Fassaden und auch die Treppenhäuser malermäßig instandgesetzt. Insgesamt 15 Wohnungen bekommen Balkone.

Vorgesehen ist zudem der Abriss des Blocks in der Buschenauer Straße. Nahezu alle Mieter dort haben sich bereits für einen Um- und Einzug in sanierte Wohnung entschieden.

Von Ditmar Wohlgemuth

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