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Delitzsch Wohnungsgesellschaft Delitzsch reißt 100 Quartiere in der Richard-Wagner-Straße ab
Region Delitzsch Wohnungsgesellschaft Delitzsch reißt 100 Quartiere in der Richard-Wagner-Straße ab
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09:14 23.11.2009
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Delitzsch

Bis Weihnachten wird von diesen 100 Wohnungen der Wohnungsgesellschaft Delitzsch (WGD) nur noch ein Abbruchhaufen zu sehen sein.

„Im Januar und Februar wird dann alles kleingemacht und abtransportiert. Ab März wächst an dieser Stelle Rasen“, informierte Hans-Jürgen Kraskin. Der Prokurist der WGD musste damit bereits 570 Wohnungen aus dem Bestand des größten Vermieters der Loberstadt streichen. „Seit 2002 reißen wir ab. Der erste Block stand in der Loberaue 10 bis 16. Der vorerst letzte war der mit 80 Quartieren in der Rudolf-Breitscheid-Straße 27 bis 41“, so Kraskin.

Auch mit den weggebaggerten 100 Wohnungen in der Richard-Wagner-Straße ist noch nicht Schluss. „Wir beginnen jetzt mit der Freilenkung von weiteren 80 Wohnungen in zwei Blöcken in der Richard-Wagner Straße.“ Auch der Abriss von 40 Quartieren in der Loberaue 2 bis 8 steht für 2010 fest.

Die größte Vermieterin der Stadt versucht damit, den derzeit bei acht bis neun Prozent liegenden Leerstand runterzufahren. „Mit dem Schrumpfen stärken wir uns wirtschaftlich“, sagt Hedwig Reiter, die Geschäftsführerin der WGD. Denn der Leerstand verursache Monat für Monat nicht unerhebliche Betriebskosten.

„Nach diesen Abrissen“, so führt Reiter weiter aus, „haben wir dann noch knapp 2500 Wohneinheiten in unserem Bestand.“ Ob der Schrumpfungsprozess danach weitergeht, das könne derzeit keiner sicher prognostizieren. Bei der WGD selbst, die mit 20 Kräften in der Verwaltung, neun Hausmeistern und zwei Auszubildenden auch Arbeitgeber ist, sieht man den Kernbestand bei mindestens 2300 Wohnungen. In diesen fänden auch Aufwertungsmaßnahmen statt. So würden derzeit gerade in der Johannes-R.-Becher-Straße im Osten der Stadt insgesamt 72 Balkone angebaut.

Die WGD stärkt damit zugleich ihre Position auf dem umkämpften Wohnungsmarkt. Dass sie da gar nicht so schlecht aufgestellt ist, belegt Reiter mit einer Zahl: „In der Richard-Wagner-Straße hatten wir vor dem Abriss noch 72 Mieter. Dass 63 davon bei uns geblieben sind, darauf sind wir auch ein wenig stolz.“

Man versuche dabei immer, eine für alle akzeptable Lösung zu finden. Langjährigen Mietern würden auch mal mehr Zugeständnisse gemacht. Bis auf ein oder zwei Einzelfälle sei letztendlich eine beidseitig akzeptable Lösung gefunden worden. Umso überraschter waren Reiter und Co. über Äußerungen von Manfred Höhn in der Kreiszeitung, der sich unzufrieden über seine neue Wohnung äußerte. Reiter: „Natürlich fällt es schwer, wenn man nach Jahrzehnten umziehen muss. Doch machen Sie sich doch am besten selbst ein Bild bei unseren Mietern.“ Was die Kreiszeitung tat.

Kathrin Kirscht

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