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Delitzsch Wohnungsgesellschaft putzt ihre Häuser heraus
Region Delitzsch Wohnungsgesellschaft putzt ihre Häuser heraus
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00:00 18.02.2010
Die Wohnungsgesellschaft Delitzsch modernisiert im Kosebruchweg zwei Plattenbauten. Quelle: Manfred Lüttich
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Delitzsch

Damit hat es der kommunale Betrieb im Bankenranking in die sogenannte Klasse 1, der als ertragsstark eingestuften Wohnungsunternehmen in Sachsen geschafft. „Wir wollen nachhaltig wirtschaftlich stark sein, um auch künftig abreißen und weiter investieren zu können“, beschreibt Hedwig Reiter, Geschäftsführerin der WGD, die Zielrichtung. Hauptanliegen ihres Unternehmens ist es, für die breite Masse und für sozial schwächere Familien bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. „Für die Erfüllung dieser sozialen Aufgabe und die Fortsetzung des städtebauliche Konzeptes, ist es wichtig, die WGD zu erhalten“, sagt Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos), der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsgesellschaft ist.„Durch Forcierung des Abrisses in den vergangenen Jahren und dessen Fortsetzung ist momentan eine leichte Entspannung beim Wohnungsleerstand zu verzeichnen“, schätzt Reiter ein. 219 der 2651 Wohnungen waren im vorigen Jahr nicht vermietet. Das entspricht einer Leerstandsquote von 8,3Prozent.Dennoch hat auch die Wohnungsgesellschaft mit der demografischen Entwicklung, die durch einen Einwohnerschwund gekennzeichnet ist, zu kämpfen. Seit knapp zehn Jahren kommt die WGD deshalb nicht um Abrisse umhin. 2001 begann dieser Prozess mit 40Wohneinheiten in der Loberaue. Bis Ende 2009 ist der Bestand um 568Wohnungen bereinigt worden. In diesem Jahr sind weitere 120 Wohnungen zum Abriss vorgesehen – je 40 in der Richard-Wagner-Straße 11 bis 17 und 29 bis 35 sowie in der Loberaue 2 bis 8.Immer sei parallel zu den Abrissen auch in die Bestandserhaltung und -erneuerung investiert worden, um die Wohnqualität für die Mieter zu verbessern, erklärt der zweite Geschäftsführer André Planer. Aktuell läuft im Kosebruchweg 11 und 13 eine umfassende Sanierung. Neben der Fassadendämmung, die den Mietern Energieeinsparungen bis 30 Prozent ermöglicht, wurden dort Balkongeländer, Aufzüge und Treppenhäuser erneuert, leerstehende Wohnungen saniert und malermäßig instandgesetzt. Ins Frühjahr hinein wird sich die Umgestaltung der Außenanlage ziehen. Rund 3,9 Millionen Euro plant die WGD in diesem Jahr für Instandhaltung/Sanierung sowie Neubauinvestitionen.Das größte Vorhaben mit rund drei Millionen Euro (zwei Millionen davon 2010) ist das Neubauprojekt Hallesche Straße 20 bis 26, mit dem 24 neue Wohnungen entstehen.

Thomas Steingen

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