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Yoz-Open-Air: Applaus, Applaus ... für diese Party

Yoz-Open-Air: Applaus, Applaus ... für diese Party

Graffiti-Kunst, Skate-Wettbewerb, Fußball und vor allem viel Live-Musik von Metal bis Hip Hop: Das war das nunmehr 10. Open Air im Delitzscher Jugendhaus Yoz. Mehrere Hundert Zuschauer waren dabei.

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Die Delitzscher Band Acid Inside holt auch Blasinstrumente ans Mikro.

Quelle: Alexander Prautzsch

Delitzsch. Den Auftakt gaben bereits am Freitagabend vier Metalbands aus Delitzsch, Leipzig und Nordhausen. Mit dabei: die Formation The Hashing Hating Macerator, bestehend aus fünf Delitzscher Musikern im Alter von 18 bis 23 Jahre. Sie betraten das erste Mal eine Bühne. Mit dem Song "It's not cold enough" eröffnete das Quintett das Konzert und versammelte auch gleich den gesamten Freundeskreis inklusive freudig zuschauender Eltern. Und trotz dieser Premiere waren die Fünf ganz und gar nicht aufgeregt. Selbst Open-Air-Mitorganisator Olaf Quinque staunte nicht schlecht, als er die junge Band auf der Bühne stehen sah. "Ich bin wirklich überrascht, wie gut sich die Jungs dort oben machen. Vorher war ich mal im Probenraum, um mir kurz ein Bild von den Fähigkeiten zu machen. Aber die haben meine Erwartungen schon übertroffen", sagte Olaf Quinque. Vielleicht lag's an der guten Vorbereitung. In den Wochen vor dem Auftritt seien Extra-Probentage eingeschoben worden, berichtete der Bandälteste Maik Schuchna. "Wir probten auch mal nur mit einem Gitarristen oder ohne Schlagzeuger, um uns zum Beispiel auf Technikausfälle vorzubereiten." Und weil sich nicht jedes Problem, jeder Fehler vorempfinden lässt, überzeugten The Hashing Hating Macerator schließlich auch mit Improvisationskünsten.

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Delitzsch. Graffiti-Kunst, Skate-Wettbewerb, Fußball und vor allem viel Live-Musik von Metal bis Hip Hop: Das war das nunmehr 10. Open Air im Delitzscher Jugendhaus Yoz. Mehrere Hundert Zuschauer waren dabei.

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Olaf Quinque äußerte sich generell zufrieden mit dem musikalischen Aufgebot beim Open Air, kündigte aber an, in den nächsten Jahren "durch eine Mischung von Musikgenres ein noch breiteres Publikum" gewinnen zu wollen. Ein Versuch in diese Richtung startete bereits am Samstagabend, als zwischen Breakdancern, Rappern und Beatboxern auch die Delitzscher Lokalgröße Acid Inside auf die Bühne ging. Zwischen Geräusch-Imitatoren und tieftönigen Hip-Hop-Beats lockte die Band auch Freunde von Gitarren- und Trompetenklängen auf die Anlage an der Sachsenstraße. Der Applaus der rund 300 Gäste war weithin zu hören. Und mit einer kurzen Rap-Einlage holte Sänger Thomas Jahns auch die restlichen Hände der Fans des Sprechgesangs gen Himmel.

Zum Hip-Hop-Open-Air am Samstag traten die beiden Leipziger Breakdance-Crews L-Brothers und So What?! auf die Bühne. Oder flogen darüber hinweg. Mit waghalsigen Sprüngen und Drehungen auf dem Kopf ließen sie den Rhythmus der Musik durch jedes Körperteil fließen. Bis anschließend der Delitzscher Rapper Steve Teube samt seinen beiden Freunden Fatboy und Orez Junk den Puls mit Hip-Hop-Beats und Sprechgesang wieder etwas entspannte. Teubes Karriere hatte vor 14 Jahren im Keller des Jugendhauses begonnen. "2003 habe ich sogar mal eine CD aufgenommen. Die meine ehemalige Musiklehrerin dann noch Jahre später an der Schule herumzeigte", erzählte Steve Teube.

So gehört auch der Delitzscher Sprechgesang schon seit dem erstem Yoz-Open-Air im Jahr 2000 als fester Bestandteil zum Programm. Erst einige Jahre später entwickelte sich das Repertoir weiter und es kamen neben Grafitti-, Skate- und Fußballwettbewerben auch Metalbands mit dazu. Das Entscheidende: Vieles wird von den Jugendlichen selbst organisiert.

Und als Nebeneffekt des Open Air bekam das Yoz auch wieder eine neue Optik. Zwischen 25 und 30 Graffitikünstler aus allen neuen Bundesländern tobten sich den Samstag über an den Außenwänden des Jugendhauses aus und zeigten eindrucksvoll, was mit sprühenden Einfällen alles möglich ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.08.2013

Alexander Prautzsch

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