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Zahl der Fahrraddiebstähle steigt in Delitzsch und Umgebung

Kriminalstatistik Zahl der Fahrraddiebstähle steigt in Delitzsch und Umgebung

Zufrieden ist der Leiter des Delitzscher Polizeireviers, Klaus Kabelitz, mit der 2016-er Kriminalstatistik nicht. Zwar machte er keinen ausgesprochen Schwerpunkt in den Straftatbereichen aus, dennoch sieht er in den Fahrraddienstählen weiterhin ein Problem. Auch die Aufklärungsrate will er auf 55 bis 60 Prozent erhöhen.

Die Delitzscher Polizei will künftig mehr Straftäter ermitteln.

Quelle: dpa

Delitzsch. Die Statistik weist für das Jahr 2016 eine nicht unerhebliche Steigerung der Straftaten im Polizeirevierbereich Delitzsch aus. Klaus Kabelitz, Erster Polizeihauptkommissar, leitet die Behörde und findet das Ergebnis „nicht berauschend“. Im Vergleich zum Vorjahr seine 413 Straftaten dazu gekommen, die absolute Zahl lag damit 2016 bei 3274 angezeigten Straftaten. Etwa 50 Prozent konnten aufgeklärt werden. Eine Quote, die zwar im Durchschnitt vergleichbarer Polizeireviere in der Polizeidirektion Leipzig liege, wie Kabelitz mitteilte, mit der er aber keineswegs zufrieden ist. Auf diesem Gebiete wolle er mit seinen Beamten deutlich zulegen. Dass 2016 nur jede zweite Straftat aufgeklärt, also Täter ermittelt wurden, führte der Revierführer zum Teil auch auf die hohe Einsatzquote seiner Leute im Leipziger Raum zurück.

Überall ein bisschen mehr

Die Zunahme der Zahl der Straftaten machte Kabelitz nicht auf einem besonderen Gebiet fest. „Es ist fast überall ein bisschen“, sagte er. Bei den Rohheitsdelikten wie Raub oder Gefährliche Körperverletzungen zum Beispiel stieg die Zahl von 355 auf 386, beim Diebstahl von 485 auf 550. Wiedermal fallen aber die Fahrraddiebstähle auf. 2016 wurden 364 Drahtesel entwendet. Und daran sind mitnichten die Asylbewerber schuld, betonte der Polizeibeamte. Er machte Formen organisierter, vor allem der Beschaffungskriminalität aus. Zudem wünschte er sich, dass sich die Fahrradbesitzer dem Thema Sicherheit mehr annehmen. „Beim Fahrradkauf selbst wird nicht gespart, aber ein Schloss für 1,50 Euro soll dann reichen“, so der Polizeichef. Es den Tätern so schwer wie möglich machen, sei die Devise. Leider seien einige Fahrradfahrer dafür noch nicht sensibilisiert genug. Auffallend hoch sei auch die Anzahl der Fundfahrräder, für die kein Besitzer ausgemacht werden kann. Der Polizeibeamte vermutet hinter nicht wenigen dieser Fälle Versicherungsbetrug. Belegen ließe sich das allerdings nicht.

Mehr Beleidigungen

Auch besonders schwere Diebstähle, insbesondere aus Häusern haben zugenommen, die Zahl stieg von 80 auf 147. Die Deliktgruppe blieb fast konstant, Warenkreditbetrügereien, also Bestellen, aber nicht bezahlen, sind sogar rückläufig.

Kabelitz beobachtete auch, dass der Umgang der Menschen untereinander roher geworden ist. 2016 gab es 136 Anzeigen wegen Beleidigung. Ein Jahr zuvor waren es noch 92. „Die Leute verlieren leider viel öfter und schneller die Beherrschung, Streitigkeiten landen eher vor Gericht“, beschrieb der Polizeibeamte seine Sicht.

Weniger Straftaten 2017

In der Statistik 2017 werde das Delitzscher Polizeirevier, was die Anzahl der Straftaten angeht, deutlich besser dastehen, ist sich der Chef sicher. Dann fallen zum Beispiel die etwa bis 400 Strafanzeigen, die beim WFF-Musikfestival in Roitzschjora jedes Jahr aufgenommen werden, nicht mehr in den großen Topf. Das Festival gibt es dort nicht mehr. Auch die Verstöße gegen das Aufenthaltsbestimmungsgesetz werde es in der hohen Anzahl, 2016 waren es 60 Anzeigen, nicht mehr geben. Die Bestimmungen wurden gelockert.

Eines ist Klaus Kabelitz zudem aufgefallen: Die Bereitschaft der Leute, der Polizei zu helfen, hat sich verfestigt. „Es gibt mehr Hinweise aus der Bevölkerung und dafür sind wir dankbar.“

Von Ditmar Wohlgemuth

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