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Delitzsch Zeitiger Start der Freiland-Spargelernte
Region Delitzsch Zeitiger Start der Freiland-Spargelernte
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14:26 19.05.2015
Der erste Freilandspargel - frisch gestochen auf einem Kyhnaer Feld. Quelle: Alexander Bley

Obwohl, das Wetter ist schon schuld, dass die Gemüsebau KG Kyhna im gleichnamigen Wiedemarer Ortsteil Freilandspargel zu so einem frühen Zeitpunkt ernten und den Kunden anbieten kann.

Jürgen Kopf, seit 2010 Betriebsleiter in Kyhna, erinnert sich: "Die bislang früheste Ernte erfolgte 2012, da stachen wir den ersten Freilandspargel am 31. März." Mit derzeit 20 polnischen Saisonkräften und sechs Festangestellten wird bereits auf den Feldern, im Gewächshaus und Versand gearbeitet. "Wir haben sehr gut zu tun, es ist eine eingespielte Mannschaft, alles läuft reibungslos", stellt Betriebsleiter Kopf nach wenigen Tagen bereits fest.

Dass derzeit auf gut 20 Hektar im Freiland bereits das Edelgemüse aus der Erde sprießt, kommt natürlich nicht von ungefähr. "Wir haben die vielen Sonnenstunden in diesem Jahr optimal ausgenutzt", verrät Kopf und verschweigt dabei aber, dass ihm seine langjährige Erfahrung in der Branche natürlich zugutekommt. Die Spargelfelder wurden bereits im Oktober vergangenen Jahres mit schwarzer Folie bedeckt. Sie verhindert einerseits, dass der Boden übermäßig auskühlt, sich andererseits aber auch schneller erwärmt. Bereits bei zehn Grad Celsius beginnt der Spargel zu wachsen, seine elfenbeinfarbenen Triebe müssen gestochen werden, bevor sie die Erdoberfläche erreichen. Auf den jetzt für die Ernte bereiten Freilandflächen geschieht das momentan relativ schnell. "Tatsächlich müssen wir uns beeilen, den Spargel jetzt schnell zu ernten. Er treibt besonders gut." Bei den derzeitigen Wetterprognosen wird der Prozess des Wachsen aber nicht weiter in diesem Tempo erfolgen.

Und dann verrät der Betriebsleiter doch noch das Geheimnis des frühen Erntebeginns. Neben der im Herbst ausgebrachten Folie über die Erdwälle spannt sich über jede einzelne Reihe ein weiteres Foliendach, diesmal in weiß. "Es wirkt wie ein kleines Gewächshaus", beschreibt Kopf das Prinzip. Schwierigkeiten, die beiden Folien bei der Ernte über dem Wall zu halten, haben die Frauen und Männer nicht. Eine eigens entwickelte Maschine, mit Elektromotoren angetrieben, hebt die Folienbahnen an und legt sie nach dem Stechen der Stangen wieder ab. 80 dieser Leichtbaufahrzeuge schaffte sich das Unternehmen bereits im vergangene Jahr an. "Jeder Arbeiter auf dem Feld hat seine Maschine", so Kopf.

Im Gewächshaus der Gemüsebau KG schießt auf vier Hektar der Spargel. Während in den vergangenen Jahren dort immer mal wieder die Feldheizung eingeschaltet wurde, verzichtete Kopf diesmal völlig darauf. Auch den Erdbeerpflanzen, die auf drei Hektar unter Glas wachsen, schadete die fehlende künstliche Wärme nicht. "Sie blühen bereits, in vier Wochen können wir bestimmt ernten", hofft Gemüsespezialist Kopf.

Die Belieferung von Stammkunden, Gaststätten und ausgewählten Supermärkten hat längst begonnen. Ab der nächsten Woche wird das Netz der eigenen Verkaufsstände erweitert. Der Hofladen öffnet am kommenden Donnerstag um 9 Uhr. Am 24. und 25. Mai ist Spargelhoffest.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.03.2014
Ditmar Wohlgemuth

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