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Delitzsch Zentrale Sperrmüllsammlung in Delitzsch wird zur Dauerlösung
Region Delitzsch Zentrale Sperrmüllsammlung in Delitzsch wird zur Dauerlösung
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Zweimal jährlich wird in der Delitzscher Kernstadt an sechs zentralen Stellen Sperrmüll eingesammelt. Ein Modellversuch, der seit 2013 währt. (Archivfoto) Quelle: Alexander Bley
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Delitzsch/Schenkenberg

Diesem Anliegen stimmte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich zu. Er beschloss die zentrale Sperrmüllsammlung im Stadtgebiet Delitzsch und in den Ortsteilen Schenkenberg und Rödgen zweimal jährlich an insgesamt sieben Sammelplätzen jeweils in der Zeit von 10 bis 18 Uhr sowie von 7 bis 13 Uhr des Folgetages. Die Sammelplätze werden für den jeweiligen Zeitraum mit einer Umzäunung gesichert, Mitarbeiter des vom Landkreis beauftragten Entsorgers nehmen dort den Sperrmüll direkt von den Bürgern entgegen.

Wie Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos) begründete, hätten sowohl Kreis, Stadt und Entsorgungsbetrieb diesen Pilotversuch als ein Erfolgsmodell bezeichnet, mit dem Ordnung und Sicherheit besser durchgesetzt werden können. Gleichwohl diese Form der Sammlung anfänglich mit einem größeren Aufwand bezüglich der Absicherung der Sammelstellen durch Ordnungskräfte der Stadt und der Polizei verbunden war, habe sich dieser jetzt deutlich minimiert. "Auch seitens der Bürger der Stadt konnte fast ausnahmslos eine positive Einschätzung zu der Art und Weise des Modellversuches festgestellt werden", heißt es in der Begründung aus dem Rathaus.

Die Sperrmüllannahme an festgelegten Sammelplätzen soll als Sonderform der Straßensammlung jedoch nur in bestimmten Orten durchgeführt werden. Außer in Schenkenberg und Rödgen bleibt es in den anderen Delitzscher Ortsteilen bei der bisher praktizierten Straßensammlung. "Ob in Zukunft auch für diese Ortsteile eine zentrale Annahmestelle möglich wird, hängt einerseits vom Willen der jeweiligen Ortschaftsräte und andererseits von den Kapazitäten des Entsorgers ab", so Schöne weiter.

Wie viel Gewicht der Meinung der Ortschaftsräte bei der Entscheidungsfindung beigemessen wird, ist offen. Im Falle von Schenkenberg/Rödgen setzte sich der Stadtrat über die Haltung des Ortschaftsrates hinweg. Dieser hatte gegen die Fortführung des Modellversuches und für die Rückkehr zur Straßensammlung plädiert, weil erstere Variante für die Mehrheit der Bürger nachteilig sei. Doch die Stadträte folgten der Argumentation der Verwaltung. Die sieht in beiden Ortslagen aufgrund deren Lage nahe der Landesgrenze und den teils riesigen Müllbergen während der früheren Straßensammlung einen erhöhten Bedarf, für Ordnung und Sicherheit zu sorgen.

Diese Auffassung teilte auch der CDU-Fraktionschef Mathias Plath. Eine einheitliche Lösung für die gesamte Stadt sei anstrebenswert, sagte er. Unverändert besteht für die Einwohner von Delitzsch und seinen Ortsteilen die Möglichkeit, ganzjährig Sperrmüll an den Verwertungsanlagen in Spröda und Lissa kostenfrei abzugeben.

Thomas Steingen

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