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Delitzsch Ziegenhof als Ausgleich
Region Delitzsch Ziegenhof als Ausgleich
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23:23 04.09.2012
De bemalte Hofeinfahrt zum Ziegenhof fällt in Beerendorf auf. Quelle: Thomas Steingen
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Beerendorf

„Das Bild zeigt meine Enkelinnen Klara und Emma als zwei glückliche Kinder auf einem Bauernhof“, erzählt Dieter Zahn, dessen Tochter Anke und deren Ehemann Stephann sich im Beerendorfer Anger 40 ihr Heim geschaffen haben und ihrem Hobby nachgehen. Der Spruch auf dem Wandgemälde „Es wird immer komplizierter, einfach zu leben“ treffe gut ihre Lebensphilosophie, sagt Anke Geier. Dabei ist der Bauernhof mit den Tieren reines Hobby. Beruflich ist die 38-Jährige in der Stadtverwaltung tätig und ihr Mann arbeitet für einen Großhandel. Das Interesse für Landwirtschaft und Tiere hat sie wohl vom Vater geerbt. Den verschlug es 1965 als Student der Landwirtschaft nach Beerendorf, wo er bei der LPG ein Praktikum absolvierte und dabei seine spätere Frau kennenlernte.

Auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück hat Familie Geier nun genügend Platz mit ihren Tieren zu leben. Vor zwei Jahren erwarben sie das Areal, nachdem sie zuvor bereits dem hinteren Gartenteil gepachtet hatten. Damals war auf dem Grundstück viel Bausubstanz zerfallen. „Mit viel Arbeit haben wir es zu dem gemacht, wie es heute zu sehen ist“, erinnert sich Dieter Zahn. Unter anderem wurden eine große Scheune und ein Stall entrümpelt und abgerissen. Der Torbogen ist erhalten geblieben und heute ein Blickfang im Dorf. Zwei ostfriesische Milchschafe, zwei Thüringer Waldziegen und eine weiße deutsche Edelziege sowie Hühner, Kaninchen, Tauben, Wachteln  und Gänse leben auf dem Hof. Was auf dem Hof produziert wird, dient ausschließlich dem Eigenbedarf. „Die Milch trinken wir, oder ich mache daraus Käse“ , erzählt die Hobby-Bäuerin. Davon profitiert nicht nur ihre Familie, sondern auch die ihres Bruders, die ebenfalls in Beerendorf lebt, sowie ihre Eltern.

Was für die beiden Töchter Emma und Klara selbstverständlich ist – das Zusammenleben mit Tieren – , zeigen  die Geiers gern auch anderen Kindern. So wie jüngst, als sie die „Schlaubären“ und „Grünschnäbel“ aus der Awo-Kita Freundschaft auf ihrem Hof begrüßten. Die Kinder konnten sich im Stall und in den Gehegen der Schafe und Ziegen frei bewegen und hatten die Möglichkeit Hühner, Enten, Tauben und Kaninchen aus der Nähe zu beobachten und durften sie anfassen. „Besonders beliebt bei den Kindern waren die Zwerghühner ,Roberta‘ und ,Maja‘, die uns Klara vorführte. Große Augen gab es, als die Kinder sahen, dass es verschiedenfarbige Eier gibt. Klara zeigte ihnen nicht nur braune und weiße, sondern auch grüne Eier. Und ein ganz besonderer Spaß war die Melkvorführung mit Ziege ,Glöckchen‘ durch Dieter Zahn“, berichtet die Erzieherin Sabine Czekala.

Thomas Steingen

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