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Delitzsch Wohnungsgenossenschaft Aufbau Delitzsch setzt auf barrierefreie Quartiere
Region Delitzsch Wohnungsgenossenschaft Aufbau Delitzsch setzt auf barrierefreie Quartiere
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00:34 08.04.2018
Wohnen am Park in Delitzsch. Mieterin Christa Müller (Mitte) bekommt Ministerbesuch. Roland Wöller (rechts) kommt mit dem Vorstand des Verbandes sächsischer Wohnungsgenossenschaften Axel Vieweger. Quelle: Vivien Jacob
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Delitzsch

„Wohnen am Park“ in der Nordstraße ist nach wie vor eine Erfolgsgeschichte der Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau (WBG Delitzsch). „Hier sind alle Wohnungen komplett vermietet. Wir haben bereits Wartelisten und können die Nachfrage momentan kaum befriedigen“, erklärte Bernd Steude von der WBG. Die Anlage entstand 2004 und gehört zu den ersten, die großflächig barrierefreies Wohnen in der Stadt anbot. Bereits damals habe sich die Genossenschaft den neuen Herausforderungen der Demografie gestellt und dieses Projekt entwickelt. Heute habe sich dieser Schritt, diese Millioneninvestition, als richtig erwiesen.

Mieterin ist rundum zufrieden

Was die Anlage besonders attraktiv macht, weiß Christa Müller. Die 86-Jährige wohnt dort von Anfang an in einer 66 Quadratmeter großen Wohnung mit Terrasse im Erdgeschoss, zählte zu den ersten Bewohnern überhaupt. „Ich fühle mich hier sehr geborgen, die Hausgemeinschaft passt, alle sind sehr hilfsbereit.“ Zudem liege die Wohnung zentral, Einkaufsmöglichkeiten seien für sie erreichbar. Und um zum Arzt zu kommen musst sie nur wenige Meter laufen. Dass eine Bushaltestelle quasi fast vor der Haustür ist, empfinde sie als großen Vorteil. So können sie weiterhin ihren Haushalt allein bewirtschaften. „Und brauche ich wirklich mal Hilfe, ist der Hausmeister für mich der erste Ansprechpartner“, sagt die allein wohnende Delitzscherin.

Vertrauen in die Genossenschaft

Vom großen Vertrauen in die Genossenschaft sprach sie auch kürzlich, als sie Besuch vom sächsischen Innenminister Roland Wöller bekam. Der weilte mit anderen Ministerkollegen in Delitzsch (wir berichteten). Die Stippvisite hatte der Verband der sächsischen Wohnungsgenossenschaft angeregt. Dessen Vorstand, Axel Viehweger, hatte die Gelegenheit genutzt, den Innenminister auf die Entwicklung des ländlichen Raumes hinzuweisen und dabei die wichtige Rolle der Wohnungsbaugenossenschaften beschrieben.

Partner der regionalen Entwicklung sein

Kai Hofmeier, ehrenamtlicher Vorstand der WBG Delitzsch, griff den Gedanken auf und betonte, dass es dem zweitgrößten Anbieter von Wohnraum in Delitzsch durchaus weiter darauf ankäme, attraktiven Wohnraum zu attraktiven Mietpreisen anzubieten. „Wir wollen uns als Partner einer nachhaltigen regionalen Entwicklung einbringen“, erklärte er. Ihm sei auch bewusst, dass der Altersdurchschnitt der WBG-Mitglieder hoch liege, die Anforderungen an den Wohnraum sich dadurch ändern. Darauf wolle man sich in der WBG deutlich besser einstellen, den Entwicklungen Rechnung tragen. Vor allem soll es in den nächsten Jahren gelingen, jüngere Menschen als Mitglieder zu gewinnen, sie langfristig zu halten.

Der Genossenschaftsgedanke

Wohnraum für breitere soziale Schichten anzubieten, sei zum Beispiel ein Anspruch, dem sich die WBG stellen muss und wird. „Als Konkurrenz zum freien Markt sehen wir uns hingegen nicht“, betonte Aufsichtsratsvorsitzender Steffen Menzel. Der Genossenschaftsgedanke stehe im Vordergrund.

Menzel verweist ebenfalls auf die jüngst beim Ministerbesuch im Gespräch herausgestellte Feststellung, mit dem Bewohnen von genossenschaftlichem Wohnraum über eine stabile und planbare Wohnraumversorgung bis ins hohe Lebensalter zu verfügen.

Stabiles Unternehmen

„Wir haben ein gesundes und solide aufgestelltes Unternehmen mit einer extrem erfahrenen Mannschaft. Darauf können wir aufbauen. Die nächsten Herausforderungen stehen quasi vor der Tür“, machte Steffen Menzel deutlich. Stichwort: Leerstand von WBG-Wohnungen in Rackwitz. Dort werde sich in Kürze einiges tun.

Von Ditmar Wohlgemuth

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