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Delitzsch Zoff am Delitzscher Straßenrand
Region Delitzsch Zoff am Delitzscher Straßenrand
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16:31 26.02.2016
Für Radfahrer ist es eng in der Delitzscher Eisenbahnstraße Quelle: Wolfgang Sens LVZ
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Delitzsch

Autos und Radler dicht an dicht, die sich im Gegenverkehr und in Überholmanövern aneinander vorbeiquetschen – das ist das tägliche Bild in der Delitzscher Eisenbahnstraße. Im Zuge der Sanierung der Trasse hat die Stadtverwaltung beidseitig Spuren für Pedalritter markiert, um die Schwächsten zu schützen. Doch sind diese Schutzstreifen sinnvoll, wenn sie wegen Platzmangels ohnehin ständig überrollt werden? Die Debatte um diese Frage hat sich neu entfacht, seit die Stadtverwaltung kürzlich ankündigte, auch in der Sachsenstraße solche Markierungen schaffen zu wollen.

Der Gesetzgeber macht Vorgaben – mit Interpretationsspielraum: Die für Autos verbleibende Fahrbahn zwischen den Radlerspuren müsse so breit sein, „dass sich zwei Pkw gefahrlos begegnen können“, heißt es in der entsprechenden Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung. Gefahrlos ist relativ bei knapp viereinhalb Metern, die den Fahrzeugen in der Eisenbahnstraße bleiben – schließlich ist ein Großteil der Pkw mit Rückspiegeln breiter als zwei Meter. „Dennoch hat sich der Schutzraum bewährt. Er erhöht die gefühlte Sicherheit der Radler, gerade wenn viel Verkehr ist wie an den Bahnhofspromenaden“, schätzt Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) ein. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) pflichtet bei. „Der Radverkehr wird dank Schutzstreifen besser wahrgenommen“, urteilt ADFC-Leipzig-Vorsitzender Christoph Waack. Allerdings sei es nicht gut, wenn sich Autofahrer aus Platznot ans Überfahren der Streifen gewöhnen. „Leider animieren die Streifen auch zum knapperen Überholen. Der Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen Auto und Radler wird öfter missachtet“, so Waack.

Von Kay Würker

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