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Delitzsch Zoff wird übern Delitzscher Gartenzaun ausgestragen
Region Delitzsch Zoff wird übern Delitzscher Gartenzaun ausgestragen
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06:00 24.02.2017
So ein Komposthaufen erzürnt die Gemüter im Delitzscher Osten (Symbolbild). Quelle: LVZ
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DELITZSCH

„Tatort“ Gartenzaun. In einer Straße voll hübscher kleiner Eigenheime, gepflegter Vorgärten mit kurz geschorenen Rasenflächen. Nicht ganz. Einen Mann treibt um, was seine Nachbarn ein Stück weiter die Straße runter so treiben. „Fresskübel“ nennt er jene Kompostvorrichtungen, die sie kurz hinter ihrem Gartenzaun auf ihrem privaten Gelände stehen haben. Alle möglichen Abfälle würden darauf landen, ärgert sich der Mann. Vor Ort sieht man eine Tomate auf anderer Kompostmasse. Ein Jahr gehe das nun schon so und weder das Landratsamt noch die Stadtverwaltung würden sich zuständig sehen. Es sei doch nur eine Frage der Zeit, bis die Ratten kommen. Was also tun?

Die LVZ ist dieser Frage nachgegangen. Zuständig sieht sich erstmal keiner. „Wahrscheinlich hilft ihnen die Untere Abfallbehörde beim Landkreis weiter“, heißt es aus der Stadtverwaltung. „Wir sehen keinen Handlungsbedarf“, heißt es wiederum vom Landratsamt auf die Anfrage. Die Abfallbehörde sei für so einen Fall nicht zuständig. Es bestehe keine Veranlassung tätig zu werden. Und nur wenn tatsächlich Ratten unterwegs seien, könne die Stadt Delitzsch eingreifen. Vermutlich sei der Fall, wenn überhaupt, vor Gericht zu klären. Ein Fall also für die Friedensrichter?

„Das angesprochene Thema ist kein Thema für die Friedensrichter, da die Stadt und der Landkreis beteiligt sind“, argumentiert die Stadtverwaltung und verweist auf entsprechende Paragrafen. Die Schiedsstelle befasst sich nur mit „vermögensrechtlichen Ansprüchen, Ansprüchen aus dem Nachbarrecht und nichtvermögensrechtlichen Ansprüchen wegen der Verletzung der persönlichen Ehre“. Dennoch einen Hoffnungsschimmer sieht Volker Tiefensee (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Schönwölkau und langgedienter Schöffe sowie Friedensrichter. Er rät dazu, das Gespräch zu suchen. Reden helfe oft, im Guten am besten. „Man kann den Hinweis aufnehmen, mal klingeln und reden, sodass vielleicht doch ein Kompromiss entsteht.“ Solch ein Kompost sollte einen gewissen Abstand zum Nachbargrundstück einhalten und nicht ausgerechnet die Terrassen der anderen „beduften“. Eine öffentliche Anhörung wiederum könne Geld kosten und das könnten beide Parteien doch anders regeln. Die Kompost-Besitzer wiederum sagen, dass sie noch keiner der Nachbarn direkt angesprochen habe.

Von Christine Jacob

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