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Delitzsch Zschernitzer blicken auf 90 Jahre zurück
Region Delitzsch Zschernitzer blicken auf 90 Jahre zurück
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08:00 28.02.2018
Die langjährige Feuerwehrpatenschaft zwischen Zschernitz und Cleverns (Friesland) wird zum 90. Jubiläum der Zschernitzer Wehr erneuert. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Zschernitz

Die Zschernitzer Feuerwehr feiert am Wochenende Jubiläum und ist damit eigentlich eine Woche zu spät dran. Das offizielle Gründungsdatum der Wehr ist auf den 20. Februar 1928 datiert. „Es gab Gründe, warum wir den Feiertermin verschieben mussten“, räumte der stellvertretende Ortswehrleiter Rohland Kohl ein. Nichtsdestotrotz wolle man das Ereignis in gebührender Art begehen, sich vor allem bei allen bedanken, die in den zurückliegenden Jahren aktiv waren und der Wehr auf vielfältigste Weise den Rücken stärkten, betonte er.

Heute: 15 aktive Mitglieder

Bereits seit 90 Jahren stellen sich Zschernitzer Frauen und Männer in den Dienst der Gemeinschaft und können dabei auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Erster Wehrleiter war Oberbrandmeister Walter Mensdorf. Er stand bis 1955 an der Spitze der Löschtruppe. Ihm folgte dann Oberbrandmeister Frank Henze bis 1963. Für die dann folgenden 26 Jahre nahm Heinz Kohl das Zepter in die Hand und gab die Leidenschaft für das Feuerwehrwesen offenbar in der Familie weiter. Seit 1990 führt sein Sohn Detlef Kohl die Wehr. Was die Zeit auf diesem Posten betrifft, hat er seinen Vater, der Ehrenfeuerwehrmann ist, bereits überholt. Im Februar 2016 wurde er wieder und für weitere fünf Jahre gewählt. Heute hat die Wehr 15 aktive Mitglieder, darunter zwei Frauen.

Lückenhafte Chronik

Zu den ersten größeren Einsätzen der Wehr in Zschernitz zählte 1929 unter anderem ein Brand in Klitschmar, aber auch der 1930 in Kyhna. So jedenfalls ist es in der Chronik von damals festgehalten. Fast alle folgenden Einsätze bis zum Jahr 1956 sind nicht dokumentiert. Warum die Einträge fehlen, darüber könne die Wehrleitung heute nur noch spekulieren. Dafür wird danach reichlich an der Geschichte der Wehr geschrieben. Da sind erfolgreiche Auftritte bei Vergleichswettkämpfen genauso wieder zu finden, wie auch der Einsatz während des Hochwassers 1958 in Löbnitz. Da sei die Wehr gleich mehrere Tage vor Ort gewesen, um zu helfen. So war es auch bei den nachfolgenden Fluten, die Löbnitz und andere Orte entlang der Mulde heimsuchten.

Sonnabend wird gefeiert

Wenn am Sonnabend gefeiert wird, dann vertiefen die Zschernitzer auch ihre Patenschaft mit den Kameraden aus Cleverns (Friesland). Diese Freundschaft entstand 1990. Die Friesenjungs hatten den Zschernitzern ein Tanklöschfahrzeug geschenkt. Es ist bis heute Bestandteil der Ausrüstung der Wehr. Für die Unterhaltung des Magirius Deutz, ein sogenannter Rundhauber, kommen die Kameraden seit dem selbst auf.

Von Ditmar Wohlgemuth

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