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Delitzsch Zschortauer Grundschüler folgen dem Strom vom Kraftwerk bis zur Steckdose
Region Delitzsch Zschortauer Grundschüler folgen dem Strom vom Kraftwerk bis zur Steckdose
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07:00 08.11.2017
Zusammen mit Simone Felbrich (Mitte) basteln Lilith, Vivien, Leonie und Hanna (von links) Zitronenbatterien. Quelle: Manuel Niemann
Zschortau

Sichtlich unter Strom standen gestern die Mädchen und Jungen der dritten Klasse der Zschortauer Grundschule: Isabel Naue und drei Mitstreiter vom Projekt „Energie erkunden“ führten die Kinder in das Thema Energiegewinnung ein. Das Projekt ist Teil der Sponsoringfibel von EnviaM und Mitgas. Die beiden Energiedienstleister führen damit seit zehn Jahren Kindergarten- und Grundschulkinder in den verantwortungsvollen Umgang mit Strom ein.

Vom Dynamo zur Atomkraft: Wie Strom entsteht

„Denkt mal an einen Fußballverein aus Dresden, dann wisst ihr auch, wie das Gerät vorn am Fahrrad heißt“, forderte Naue die wissbegierigen Jungforscher auf. Der Dynamo war schnell gefunden und damit auch das Prinzip, wie Rotorblätter von Windkraftanlagen Strom erzeugen. Von da aus folgten die Kinder dessen Weg über Hochspannungsleitungen, Umspannwerke bis in die verputzten Leitungen ihrer Schule. Auch bei der Atomkraft zeigten sich die 8-Jährigen bereits erstaunlich fit, wollten gar die Atombombe erklären. „Wenn ein Atomkraftwerk ausläuft, reicht es nicht, ganz schnell wegzulaufen, dann muss man weit weg fahren“, selbst im Grundschulalter sind die Gefahren bekannt. Ebenso wie der Braunkohletagebau, der die Region auf der Jagd nach Energie prägte: Beim Thema Kohle-, Erdöl- und Erdgasabbau wussten gleich mehrere Knirpse vom 17 Meter hohen Baggerschaufelrad, einem Überbleibsel am Werbeliner See, zu berichten.

Erneuerbare Energien zum Ausprobieren

Weil fossile Energien irgendwann erschöpft sein werden, galt es, im zweiten Teil praktisch zu erkunden, wie erneuerbare Energien zukünftig Strom liefern. An vier Stationen wurden abwechselnd Stromkreise geschalten, gepuzzelt, Batterien oder auch Solarzellen angeschlossen und Lämpchen zum Leuchten gebracht. Auch die Zitrone, die jedes Kind erhalten hatte, kam jetzt zum Einsatz: „Die Säure greift das Metall an der Oberfläche an und löst Teilchen ab“, erklärte Projektmitarbeiterin Simone Felbrich. Die kleinen Digitaluhren mit einer Zitronenbatterie zum Leben zu erwecken, klappte für die vier Mädchen an ihrem Tisch problemlos. Lilith, Vivien, Hanna und Leonie schlugen sich auch im anschließenden Quiz gut. Sie wussten, dass Stecker nicht am Kabel aus der Steckdose gezogen werden oder Drachensteigen unter Starkstromleitungen nicht die beste Idee ist. „Hat jemand von euch schon mal einen elektrischen Schlag bekommen?“ „Ich!“, sagte Leonie, „Aber nur einen leichten.“

Von Manuel Niemann

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