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Delitzsch Zschortauer Kameraden gedenken mit New Yorkern
Region Delitzsch Zschortauer Kameraden gedenken mit New Yorkern
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18:20 12.09.2012
Zschortauer Feuerwehrleute stehen am 11. September Seite an Seite mit anderen Kameraden an der Gedenkstätte. Quelle: privat
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Zschortau/New York

Wie berichtet, sind die Zschortauer seit Sonntag auf einer außergewöhnlichen Feuerwehr-Reise. Den Trip nach New York buchten sie auf eigene Initiative, bezahlen ihn aus dem eigenen Portemonnaie – doch die Kameraden sind in Uniform unterwegs, als Vertreter der Rackwitzer Gemeindewehr. Floriansjünger Christoph Kummer führt unterwegs für die LVZ Tagebuch.

Am Dienstag hatte er besonders viel zu notieren. „Es war sehr bewegend, mit insgesamt fast 70 deutschen Feuerwehrleuten vor der Memorial Wall zu stehen“, berichtet er. Bereits am Montag erlebten die Zschortauer einen besonderen Moment, als ausgerechnet sie von einem verantwortlichen New Yorker Feuerwehrmann ausgewählt wurden, eine von 343 Fahnen im Battery Park aufzustellen – für 343 am 11. September gestorbene Kameraden. Am Dienstagmorgen, schon beim Frühstück, habe dann eine gewisse Spannung in der Luft gelegen. Gegen 7.30 Uhr Ortszeit ging es zur U-Bahn. „In der Stadt schienen die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden zu sein. Die Polizei war mit schwerer bewaffneten Kräften vor Ort. Alle Übertragungen auf den großen Bildschirmen in der Stadt berichteten über die Ereignisse vor elf Jahren“, schildert Christoph Kummer. Und erwähnt jenes besondere Gefühl, als er und seine Kameraden in Uniform in der U-Bahn saßen: Die Blicke der anderen ringsum seien nicht verwundert gewesen, sondern eher respektvoll. An der Station „World Trade Center“ stiegen die Zschortauer aus. „Rund um die Gedenkstätte war alles abgesperrt. Wir nahmen Aufstellung, fünf Meter vor der Memorial Wall, im Rücken die Gedenkfeierlichkeiten.“ Eine Glocke läutete zu den Uhrzeiten, zu denen die beiden Passagierflugzeuge in das World Trade Center rasten und die Zwillingstürme einstürzten. „Vorbei an vielen Feuerwehr-Veteranen und Police-Officern ging es später zurück zur U-Bahn. Viele verabschiedeten uns mit Worten wie ‚Thank you for coming‘ – Danke, dass ihr gekommen seid!“

Ab 10.30 Uhr Ortszeit ging es dann weiter zur Fire Academy. „Wir konnten uns ein gutes Bild von den Trainingsanlagen machen. Die New Yorker Firefighter verfolgen eine deutlich rustikalere und Ressourcen raubende Einsatztaktik. Hier wird nicht nur realitätsnah, sondern genau wie in der Realität trainiert; mit holzbefeuerten Brandhäusern und vielen unkonventionellen einsatztaktischen Übungen. Alles in allem war das extrem interessant."

Vor den Zschortauern liegen noch weitere spannende Tage. Bis Sonntag bleiben sie an der US-Ostküste.

Kay Wuerker

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