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Delitzsch Zschortauer Pfarrer im Bau- und Weihnachtsstress
Region Delitzsch Zschortauer Pfarrer im Bau- und Weihnachtsstress
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14:00 05.12.2018
Pfarrer Daniel Senf Quelle: privat
Zschortau

Selber machen, sein lassen oder vertreten lassen? Solche Fragen müssen sich Pfarrer heutzutage durchaus stellen. Jedes Dorf möchte Heiligabend seinen Pfarrer persönlich sehen. Doch im Kirchspiel Zschortau – wie in anderen auch – ist das ein Ding der Unmöglichkeit.

Kirchenarbeit ist mehr als Gottesdienst. Pfarrer sind oft auch Bau-Experten, notgedrungen. Der Boden in der Selbener Kirche hat sich abgesenkt, die Kirche muss saniert werden. Quelle: Alexanader Prautzsch

Neben der Nikolaikirche Zschortau gehören einige weitere Kirchen und Orte zum Kirchspiel Zschortau – 16 Termine hätte er so zum Fest zu koordinieren. „Es ist im Jahresverlauf mittlerweile weitgehend akzeptiert, dass der Pfarrer nicht überall sein kann“, schildert Daniel Senf. Gerade jetzt aber zu Terminen wie Totensonntag und dem Fest der Feste würde es immer mal kritisch.

Kirche geht auch ohne Kirche

Doch nicht nur um diese Jahreszeit sind neue Ideen gefragt, um dem Wunsch nach Gottesdienst und den Realitäten gerecht zu werden. Denn längst ist es nicht unüblich, dass die Kirchen – abgesehen vom Heiligabend natürlich – ziemlich leer bleiben und nur ein paar Leute den Gottesdienst besuchen, einen Kantor fürs Orgelspiel zu finden ist ohnehin oft schwer. Da sind neue Wege gefragt: „Es ist möglich, eine Andacht auch mal an einem Küchentisch abzuhalten“, berichtet Pfarrer Daniel Senf aus Erfahrungen. Dort muss im Gegensatz zum Gotteshaus niemand frieren, der Pfarrer bringt die Musik in Form von iPad und Lautsprecherbox mit.

Von Christine Jacob

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