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Delitzsch Zschortauer Trabi-Freunde laden nach Podelwitz ein
Region Delitzsch Zschortauer Trabi-Freunde laden nach Podelwitz ein
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10:11 05.05.2010
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Podelwitz

Nicht an die Ostsee, nicht ins Erzgebirge, sondern auf die Wiese geht es - nach Podelwitz zum Zeltlager.

So hat es der Generalsekretär Roland Ebert samt Stellvertreter Rüdiger Nicolai mit dem Abnicken des Zschortauer Trabi-ZK beschlossen. Sonnabend feiert dort die Republik ihr Allerheiligstes: die Knutschkugel aus Duroplast, den gehäkelten Klopapierhut, die Kittelschürze aus Dederon und anderen Firlefanz. Jene Sachen, die Entwicklungsstillstand und Mangel vereinen - kurz die Bonbonfarbe des mausgrauen Realsozialismus.

Auf der Podelwitzer Festwiese werden süßlicher Duft in der Luft schweben und bläuliche Wolken aus Auspuffrohren in die Höhe steigen.

Und so, wie es sich für sozialistische Verhältnisse gehört, wird der Eintritt für die braven Bürger am Sonnabend keinen müden Aluchip kosten.

Außerdem wird zum "Scheelschen Heesen" und 'ne Bemme eingeladen. Heißes gibt's aus der Baumgartschen Gulaschkanone, Rondo und Rührkuchen am Nachmittag. Auch an guter Laune soll es nicht fehlen. Die wird musikalisch befördert, mit verbotener Musik aus dem kapitalistischen Feindesland und mit Krachern des Ostens, die vom Tonband laufen. Und weil Ersatzteile Mangelware sind, ist Bückware garantiert. Preise können außerdem bei der Tombola abgestaubt werden.

Die Herren der scheinsozialistischen Idee sind Roland Ebert und Rüdiger Nicolai. Zum siebten Mal steigt die Sause, die von den zwölf Zschortauer Trabifreunden organisiert wird. Und jährlich pilgern mehr in die erdachte Republik. 170 Kulleraugenpaare blinzelten 2009 auf der Wiese. Und deswegen lassen es sich die beiden Hauptorganisatoren wieder nicht nehmen, die Teilnehmerzahl vorab per Wette zu schätzen. 'Nen Fuffi Westgeld muss der Verlierer springen lassen. Und so legt Nicolai diesmal mit 200 erhofften Fahrzeugen vor. Knallhart beziffert Ebert den Plan auf 199. Unter denen werden die 30 Schönsten prämiert. Aber nicht etwa mit einem Pokal, sondern mit etwas viel Außergewöhnlicherem. In jeder Klas-se - 500er, 600er, 601er, 1.1er, Cabrio, Kübel und frisierte Buden - kann gewonnen werden. Nach der Prämierung am späten Nachmittag soll dann eine Sause mit Brause, Pfeffi und Korn steigen.

Neben Trabis ist jedes ostalgische Zwei-, Drei- oder Vierrad willkommen. "Hauptsache vor 90", gibt Ebert das Kriterium an. Westliche Abwechslung bieten Fahrten in den Street-Cars, straßenzugelassenen Formel-Eins-Nachbauten. Und wer von Ostalgie noch immer nicht genug hat, kann im Museum "Zum Roland" die Nase in echtes Ostbackpulver stecken. Das kostet dann aber extra.

bly

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