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Delitzsch Zschortauer pflegen Heimatliebe via Facebook
Region Delitzsch Zschortauer pflegen Heimatliebe via Facebook
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10:00 27.02.2019
Auch so geht Dorfgemeinschaft heute - bequem am Smartphone von jedem Ort bleiben die Menschen in Verbindung. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch/Zschortau

Noch sind es keine 100 Mitglieder. Doch Daniel Neumann ist zuversichtlich, dass die Gruppe noch wachsen wird. Denn Heimatliebe geht heutzutage nun mal durch das Internet. Darum hat der Zschortauer die Gruppe „Wir in Zschortau“ gegründet und will so eine virtuelle Verbindung zwischen den Menschen schaffen.

Verbindung auf virtueller Ebene

Für die Generation vor dem Internetzeitalter mag es schwer nachvollziehbar sein, doch das Netz verbindet dort, wo früher vielleicht noch der Plausch im örtlichen Konsum als bester Austausch betrachtet wurde. Ob nun in der Loberstadt mit der berühmt bis berüchtigten Gruppe „Du bist ein echter Delitzscher wenn ...“ mit mehr als 7100 Mitgliedern, bei der Community „Hohenossig“ mit knapp 90 Fans, in Form von Schenkbörsen, Gärtnergruppen oder anderen Gruppen mit hunderten oder gar tausenden Nutzern: Die lokalen Gruppen bleiben beliebt im sozialen Netzwerk Facebook, vereinen Nutzer. „Ich habe aber festgestellt, dass in Zschortau die Verbindung zwischen den Leuten auf dieser medialen Ebene noch kaum bis gar nicht gegeben war“, erzählt Daniel Neumann. 2016 ist er in den Rackwitzer Ortsteil gezogen, virtueller Anschluss ließ auf sich warten. Er will eine Plattform des schnellen Austauschs bieten. Die Gruppe sei von Zschortauern für Zschortauer beziehungsweise solche, die es mal waren und die Verbindung in diese Heimat halten wollen. „Man kann auf schöne Dinge aufmerksam machen genau wie auf Missstände“, sagt der Gruppengründer.

Blick über den Tellerrand

Und so gibt es nach zwei Wochen Existenz der Gruppe schon die eine oder andere alte Postkarte zu bewundern und ebenso Bilder der Dorfidylle von heute. Es wird sich ausgetauscht, was die Menschen an Zschortau mögen und worauf sie sich dieses Jahr von Osterfeuer bis Dorffest der Nachbarn in Biesen so freuen. Eine Ex-Zschortauerin freut sich zum Beispiel, dass sie nach ihrem Wegzug in den Schwarzwald noch was mitbekommt vom Dorf. Es würde sich eine schöne Eigendynamik in solchen Gruppen ergeben, findet Daniel Neumann. Er hat bereits Erfahrungen damit, hat die Gruppe „Gärtnern in Delitzsch - pflanzen, tauschen, entdecken“ gegründet. Eine Facebook-Gruppe sei eine schöne und unkomplizierte Möglichkeit, für die unmittelbare Gesellschaft, um einen herum etwas zu tun. Damit der Ton im Netz ordentlich bleibt – was längst nicht allen dieser Gruppen gegeben ist – wurden Regeln aufgestellt.

Von Christine Jacob

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