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Delitzsch Zu Besuch beim Kreisverkehr der Cremetafeln
Region Delitzsch Zu Besuch beim Kreisverkehr der Cremetafeln
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19:10 04.09.2011
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. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten. Mehrere Hundert spazierten von 10 bis 17 Uhr durch die Hallen, nutzten den Tag der offenen Tür nicht nur zum Schmecken, sondern auch zum Riechen, Sehen und Anfassen. Ein kleines Fest für die Sinne also. Zwar nicht ganz so überlaufen wie im Vorjahr, als der Publikumstag nach langer Zeit mal wieder im Kalender stand. Doch ausreichend frequentiert, um neben den Produktionshallen auch die Biertischgarnituren auf dem Hof und das Spielgelände des Soziokulturellen Zentrums zu füllen.

Geschäftsführer und Halloren-Vorstand Andreas Stuhl gehörte gestern zu den 40 Mitarbeitern, die am Delitzscher Schokoladen-Standort gut zu tun hatten. Einige waren für die Betreuung der Besucher abgestellt, andere arbeiteten in der Produktion. „Cremeschokoladentafeln werden heute hergestellt. Mit Orangengeschmack", berichtete er. Die Produktionsanlage: ein endloser Fließband-Kreisverkehr von rechteckigen Plastikformen. Dreimal wird jede einzelne befüllt – erst mit Schokolade, dann mit Fondantmasse, danach kommt noch mal Schokolade. Die fertige Tafel landet schließlich auf dem Transportband in Richtung Folienverpackung, die leere Form startet zur nächsten Runde.

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Das Ganze mit einem entsprechenden Geräuschpegel. „Führungen sind bei dieser Lautstärke nicht möglich", erklärte Andreas Stuhl. „Deshalb haben wir Info-Schilder aufgestellt und jeder kann individuell durch die Produktion gehen." Die Besucherstrecke führte, flankiert von Absperrbändchen, von den Cremeschokoladen weiter zu den Verpackungsanlagen, wo gestern gerade verschiedene Pralinensorten für den Weitertransport verhüllt wurden. „Die Gäste stellen viele Fragen zu Herstellung und Verpackung, und natürlich wird auch gern gekostet", schilderte Anlagenfahrerin Eva Maria Apelt. „Besonders beliebt scheinen die Nougatpralinen."

Einige Schritte und eine Verkostung weiter zeigte Mitarbeiterin Karola Teresniak den Besuchern den Versandbereich: „Von hier aus kommt die Ware in unser zweites Lager im Gewerbegebiet Delitzsch-Südwest oder direkt in den Einzelhandel." Wer Glück hatte, wie der neunjährige Florian aus Leipzig, durfte auch mal auf dem Gabelstapler Platz nehmen. „Ich hätte mir gewünscht, dass noch mehr Informationen zu den Maschinen und zum Produktionsablauf gegeben werden", resümierte Anett Kauruff nach ihrem Rundgang in Familie. „Trotzdem bin ich beeindruckt von dem, was man an Technik sehen konnte." Ehemann Thomas sowie den Kindern Lukas und Lisa-Marie ging es nicht anders, wobei den Nachwuchs vor allem der süßliche Geruch in den Hallen begeisterte. So taten es die Delitzscher vielen anderen gleich und schlossen die Besichtigung mit einem Einkauf im Fabrikverkauf ab. Immerhin: Allein während des siebenstündigen Aktionstages verließen gestern wieder knapp 100 000 Cremeschokoladentafeln den Kreisverkehr.

Kay Würker

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