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Delitzsch Zu leicht für schweren Atemschutz?
Region Delitzsch Zu leicht für schweren Atemschutz?
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10:17 11.04.2018
Die ersten Klamotten habe ich schon mal. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Eines ist klar: Die Welt der Feuerwehr ist eine der Abkürzungen. Bevor ich auf LF, HLF oder RW mitfahren kann, habe ich eine Menge zu lernen und zu beweisen. Unter anderem meine Eignung aus medizinischer Sicht – „Späße“ wie G26, G41 und G46 stehen heute für mich an, um zum Beispiel zu klären, ob ich höhentauglich bin, mein Skelett belastbar, meine Lungen und das Herz fit sowie Augen und Ohren in Ordnung sind. Ich muss mir Blut abzapfen lassen, in einen Becher pullern, etliche Fragen beantworten, vor Ärzten rumturnen ... Es geht nicht darum, Modellathlet zu sein, hat mir Wehrleiter Andreas Pradel schon erklärt, aber allgemeine Fitness wird gebraucht. Ich rauche nicht. Ich trinke nicht. Ich bin aktiv. Das ist schon mal gut, sagt die Ärztin und lobt, dass mein Rücken für einen Schreibtischarbeiter recht gesund ist und ich sehr mobil. Als es zum Beispiel darum geht, ob ich mich im Stehen nach vorne beugen kann, lege ich meine Hände neben meinen Füßen ab – Yoga wirkt halt.

Nicht die Knochen schädigen

Doch die Ärztin entscheidet final, was Wehrleitung und ich schon vorsorglich ausgeschlossen hatten – ich werde definitiv keine volle G26.3 für Atemschutzgeräteträger machen. „Sie sind zu leicht gebaut, das wäre unverantwortlich“, befindet die Ärztin. Etwa 30 Kilo Ausrüstung – locker die Hälfte meines Gewichts – dauerhaft und vor allem unter großer Belastung wie Hitze zu tragen, hält sie für Unsinn. Ich würde mir meine Knochen kaputt machen und im Ernstfall vielleicht nicht voll verlässlich sein, schätzt sie ein. „Es nützt nichts, wenn Sie unter Belastung zusammenklappen, weil sie lang und schmal sind“, rät sie mir ein paar Kilos und am besten Muskeln anzutrainieren. Das sehe ich ein bisschen ein, obwohl ich etliche sehr schmale männliche Kameraden kenne, aber die haben vielleicht mehr Kraft ... Ansonsten? Alles gut. Ich bin tauglich, vorausgesetzt ich trage Brille oder Kontaktlinsen – auch das sehe ich ein.

Von Christine Jacob

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