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Delitzsch Zukunft des Bahnübergangs wird weiter geprüft
Region Delitzsch Zukunft des Bahnübergangs wird weiter geprüft
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13:44 21.02.2018
Landesamt und Bahn müssen noch klären, wie es am Bahnübergang in der Leipziger Straße weitergehen wird. Quelle: Alexander Prautzsch
Delitzsch

Die deutsche Sprache kennt keine Grenzen für komplexe Worte. „Bahnübergangsbeseitigung“ lautet aktuell das lange Zauberwort, das über Wohl und Weh der Delitzscher Verkehrsverhältnisse in der Leipziger Straße entscheiden könnte.

Studie abgeschlossen, Ergebnis offen

Schienen vor Monaten die Tage der Bahnschranke dort definitiv gezählt, weil das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) zwischen Trogbauwerk – also einer Unterführung – oder Brücke prüfen wollte, nimmt es sich jetzt schon wieder etwas verhaltener aus. Die 2017 beauftragte Machbarkeitsstudie zu einer Bahnübergangsbeseitigung im Rahmen der Maßnahme „S 4, Ausbau in Delitzsch, A-Bebel-Straße“ liegt inzwischen vor. Die Auswertung sei aber noch nicht abgeschlossen, so Lasuv-Sprecherin Nicole Wernicke. Die nächsten Schritte nach dieser Auswertung seien dieses Jahr Abstimmungen dazu mit der Bahn. „Erst im Gesamtergebnis können Aussagen getroffen werden, ob eine mögliche Bahnübergangsbeseitigung technisch machbar sowie städteplanerisch und fachlich erforderlich ist“, so die Sprecherin. Es muss also erst geklärt werden, ob der Übergang wirklich weg kann. Erst dann zeigt sich, welche Variante den Vorzug erhalten könnte. Für mögliche Terminketten sei es schlichtweg zu früh.

Kreisverkehr bleibt Lösung

Während das Lasuv am Bahnübergang zuständig ist, hat die Stadtverwaltung den Ausbau des fünfarmigen Knotens mit Leipziger, Richard-Wagner, August-Bebel- und Elberitzstraße praktisch schon fertig in der Schublade. Es wurde aufgrund der geringen Folgekosten, des Umweltschutzes sowie des besseren Verkehrsflusses seitens Delitzscher Stadtverwaltung und Stadtrat einhellig für die Lösung des Kreisverkehrs plädiert, die Stadt hat mit Flächenkäufen schon vorgesorgt, damit für einen Kreisel auch Baufreiheit herrscht. In den Planungen ist vorsorglich auch bedacht, dass die Schranke bleibt: Um einen Rückstau bei länger geschlossener Bahnschranke zu verhindern, wäre eine Wartespur die Lösung, sodass nach dem Öffnen der Schranke per Reißverschlusssystem der Verkehr weiterfließen könnte. Bekannt ist, dass der Zugverkehr auf der Strecke zunehmen und die Schranke häufiger zu sein wird.

Von Christine Jacob

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