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Delitzsch Zwei Blutspendetermine monatlich in Delitzsch
Region Delitzsch Zwei Blutspendetermine monatlich in Delitzsch
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01:00 03.08.2011
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. Der nächste findet heute von 13 bis 18 Uhr im Ärztehaus in der Ludwig-Jahn-Straße statt. Das DRK arbeitet neuerdings mit zwei Spendediensten zusammen. Und das sorgte jüngst bei einigen für Verwirrung.

Dass es jetzt zwei Spendetermine in Delitzsch gibt, das freute zunächst auch unseren Leser Gerhard Rohrbach. Denn als er in der Kreiszeitung las, dass er an einem Sonnabend im Bürgerhaus spenden könne, passte dies gut in seine Planung, denn den Termin mittwochs im Service- und Schulungszentrum des DRK in der Ludwig-Jahn-Straße (Ärztehaus) konnte er im Juli nicht wahrnehmen. Mit dem Samstagstermin hatte er auch die Chance, in seinem Spenderhythmus zu bleiben. Allerdings war er dann enttäuscht, als er nicht wie gewohnt den Spendedienst des Universitätsklinikums Leipzig (Blutbank Leipzig) vorfand, sondern ein Team des DRK-Blutspendedienstes Ost mit Sitz in Chemnitz, das seine bisherigen Spenden nicht registriert hatte.

Verärgert fragt er nun: „Warum graben sich die Institute – beide im Namen des DRK – die Spender gegenseitig ab? Ich möchte nicht, dass mein Blut zur Ware für konkurrierende Institute wird." Dabei versichert unser Leser, dass er trotz des Ärgers weiter im Ärztehaus spenden möchte. Er wünscht sich aber, dass das gewohnte Leipziger Institut „hin und wieder terminlich flexibler" wäre.

Christian Wolff, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Delitzsch, schlagen bei diesem Thema zwei Herzen in einer Brust. Zum einen gibt er Gerhard Rohrbach recht, denn dessen Argumente kann er voll teilen. Zum anderen ist er überzeugt, dass die Stadt Delitzsch mehr Potenzial für Blutspenden biete, als mit einem Termin monatlich erschlossen werden könne. Und auch mit Blick auf die demografische Entwicklung, in deren Folge künftig ein starker Rückgang an Spendern erwartet wird, sei die Notwendigkeit, neue Freiwillige zu akquirieren, gegeben. Und genau das sei der Hauptgrund, warum neben der Blutbank Leipzig jetzt der DRK-Blutspendedienst Ost auch in Delitzsch aktiv sei. „Dabei geht es in keiner Form darum, dass beide Institute sich die Spender gegenseitig abwerben", sagt Wolff. „Es ist ein zusätzlicher Termin, der die Chance bietet, neue Spender zu gewinnen oder welche, die es früher einmal waren, neu zu motivieren." Damit kommt der Kreisverband auch seiner satzungsgemäßen Aufgabe nach, Blutspenden zu organisieren.

Der DRK-Kreisverbandschef räumt jedoch ein gewisses Informationsdefizit ein, dass bei den Spendewilligen für Irritationen gesorgt habe. „Wichtig ist, dass Menschen, die spenden wollen, das auch tun können, denn ihr Blut wird nach wie vor gebraucht. Es rettet nicht nur Leben bei Unfällen, sondern dient der Forschung, wird zur Herstellung von Medikamenten benötigt und ist für Bluttransfusionen, Dialysen oder Chemotherapien unerlässlich", unterstreicht Wolff. Mit beiden Instituten sei abgesprochen, dass geleistete Spenden gegenseitig anerkannt würden, sodass sie keinem Spenden im Nachweis verloren gingen.

Thomas Steingen

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