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Delitzsch Zwei Tote auf der A9 bei Wiedemar – Unfallfahrer hatte 1,5 Promille
Region Delitzsch Zwei Tote auf der A9 bei Wiedemar – Unfallfahrer hatte 1,5 Promille
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17:39 17.07.2016
Die beiden Unglücksfahrzeuge überschlugen sich auf der A9 bei Wiedemar, eines brannte vollständig aus.  Quelle: Feuerwehr Wiedemar
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Wiedemar/Leipzig

 Den Rettungskräften vor Ort bot sich ein schlimmes Bild. Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 9 bei Wiedemar sind am Sonntagmorgen zwei Menschen getötet und ein 28-Jähriger verletzt worden. Nach einer Kollision hatten sich zwei Autos in Richtung München überschlagen und landeten im Straßengraben auf dem Dach. Anschließend ging eines der Fahrzeuge in Flammen auf und brannte vollständig aus. Für die beiden Insassen des grauen Opel Vectra kam jede Hilfe zu spät.

Der 28-jährige Fahrer des anderen Wagens konnte sich leicht verletzt aus seinem Fahrzeug befreien. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem Ford-Fahrer nach Polizeiangaben 1,5 Promille. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt. „Es ist nicht auszuschließen, dass er der Verursacher des Unfalls war“, sagte Polizeisprecherin Katharina Geyer am Nachmittag gegenüber LVZ.de. Nach ambulanter Behandlung wurde der aus Sachsen-Anhalt stammende Mann aus dem Krankenhaus entlassen.

Polizei sucht dringend Zeugen

Die Identität der beiden Toten, die wahrscheinlich aus Brandenburg stammen, ist noch unklar. Ihre Leichen sind laut Polizei bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Der Unfall ereignete sich gegen 5.20 Uhr etwa einen Kilometer nach der Anschlussstelle Wiedemar (Landkreis Nordsachsen) in Richtung Schkeuditzer Kreuz. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam es bei einem Überholmanöver zu dem verheerenden Crash. Um den genauen Hergang zu rekonstruieren, werden nun dringend Zeugen gesucht.

Als die Feuerwehr eintraf, stand über der A9 eine schwarze Rauchwolke. Laut der Feuerwehr Wiedemar gab es zunächst Anzeichen, dass eine weitere Person aus dem ausgebrannten Fahrzeug geschleudert wurde. „Mittels Wärmebildkamera wurde eine Rettungskette gebildet und die Unfallstelle auf 300 Metern Länge abgesucht, ohne Ergebnis“, berichtete Feuerwehrsprecherin Nicole Fischer.

Fehlende Rettungsgasse behindert Feuerwehr

Die A9 in Richtung München wurde für die Rettungs- und Bergungsarbeiten mehr als sechs Stunden voll gesperrt. Gegen 11.45 Uhr war die Autobahn wieder frei. Es kam zu erheblichen Staus, die auch die Arbeiten der Feuerwehr behinderten, da viele Autofahrer keinen Platz für die Rettungsgasse freiließen. „Ziemlich genau dort, wo der Stau begann, hing an der Autobahnbrücke ein großes Plakat mit der Aufforderung ‚Rettungsgasse bilden‘. Niemand hielt sich daran. Sehr traurig, man kann darüber nur den Kopf schütteln“, sagte Fischer.

 

Von Robert Nößler

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