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Delitzsch Zweiter Abschnitt des Loberausbaus startet Mitte 2012
Region Delitzsch Zweiter Abschnitt des Loberausbaus startet Mitte 2012
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17:36 01.11.2011
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. Bernd Stephan Tienz, Leiter Planung Sanierung Mitteldeutschland der LMBV, berichtete kürzlich den Delitzscher Stadträten über den Stand und über weitere Vorhaben, die im Zusammenhang mit dem knapp sechs Millionen Euro teuren Ausbaus des Gewässers und der damit verbundenen Gefahrenabwehr gegen wiederansteigendes Grundwasser stehen. Noch in diesem Jahr sollen die nächsten 21 Gebäude baulich gesichert sein, an sechs weiteren im Stadtsicherungsgebiet werden die Arbeiten 2011 noch beginnen.

Sehr wesentlich Neues konnte der LMBV-Vertreter den Abgeordneten nicht berichten. Er bezog sich dabei vor allem auf die in der Bürgerversammlung Anfang des Jahres gemachten Aussagen. Der dritte Bauabschnitt – mit ihm wurde der Loberausbau in Höhe Döbernitz begonnen – startete im November 2010 und geht planmäßig bis zum 15. Dezember. Alles habe problemlos funktioniert. Die sogenannte Kolmationsschicht, wurde entfernt. Diese Ablagerungen sollen nach Ansicht der LMBV dazu geführt haben, dass der gestiegene, oberflächennahe Grundwasserleiter nicht entspannt werden kann und so der Pegel Gebäudesubstanz in der Stadt und im Umfeld bedroht. Um die vorhandenen Daten zu vervollständigen seien 2011 noch 900 Gebäude nachvermessen worden. Das Grundwassermonitoring in den Bauabschnitten zwei und drei laufe. „Die Daten bekommt regelmäßig die Untere Wasserbehörde beim Landratsamt Nordsachsen", so Tienz.

Der LMBV-Mann bestätigte, dass bis Ende Oktober der Vollausbau im dritten Bauabschnitt abgeschlossen sein wird. Der Bau einer Krautsperre braucht noch bis Ende des Jahres. Bereits realisiert sind Teilvorhaben, wie zum Beispiel der Abriss des Wehres, die Errichtung des Ersatzbauwerkes, die Wallgrabenspeisung und die Speisung des Biomassekraftwerkes. Maßnahmen des landschaftspflegerischen Ausgleichsplanes sollen noch in diesem Jahr vergeben und bis Mai 2012 realisiert werden.

Zum zweiten Bauabschnitt, der in zwei Phasen unterteilt ist, berichtete Tienz, dass die Entschlammung abgeschlossen sei und „die Entsorgung läuft". Die Genehmigungs- und Ausführungsplanung sowie das Gewässerunterhaltungskonzept bedürften einer Überarbeitung. In einigen Bereichen seien Nacherkundungen nötig. Der Baustart des zweiten Bauabschnittes soll ab dem zweiten Halbjahr 2012 erfolgen.

Derzeit werde zudem am Oberflächen- und Grundwasser-Modell weitergeschrieben, um daraus die optimierte Variante zur Stadtsicherung ableiten zu können. Die Entscheidung, wie es im ersten Bauabschnitt mit dem Ausbau weitergehen soll, fällt offenbar erst im Dezember 2012.

Zur Gewässerunterhaltung berichtete Tienz, dass die Landestalsperrenverwaltung (LTV) das Flussprofil durch eine einmalige jährliche Krautung frei hält und damit auch zu hohe Wasserstände verhindert. Zudem soll der Igelkolben (eine Wasserpflanze) zusätzlich im ersten Bauabschnitt mehrmals, bevorzugt mit dem Mähboot, geschnitten werden, um das Abflussprofil freizuhalten und eine Fließrinne von mindestens zwei Metern zu gewährleisten. Grundsätzlich geht Tienz davon aus, das zusätzliche Unterhaltungsmaßnahmen im gesamten Ausbaubereich nötig sein werden, um eine Verbindung zum Hangendgrundwasserleiter nachhaltig zu sichern. Betroffene rechnen fest damit, denn nur so könne der Grundwasserpegel abgesenkt werden. Zur Regenerierung der Gräben sagte der LMBV-Mann, dass es regelmäßige Konsultation mit der Stadt gäbe und die Arbeiten angelaufen seien.

Ditmar Wohlgemuth

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