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1,4 Tonnen schwere Dampfmaschine schwebt durch Maschinenhalle

Roßweiner Dampfmaschinenfreunde 1,4 Tonnen schwere Dampfmaschine schwebt durch Maschinenhalle

Die Lengenfelder Dampfmaschine, die der Roßweiner Dampfmaschinenverein gerade wieder aufbaut und in Betrieb nehmen will, hat seit dem Vormittag wieder ihr Schwungrad. Zum Tag des offenen Denkmals am 10. September soll sie erstmalig laufen, noch nicht unter Dampf sondern per Elektroantrieb.

Es ging sehr eng zu bei der Montage der oberen Schwungradhälfte auf das bereits montierte untere Teil. Doch die spektakuläre Montage gelang in Millimeterarbeit.
 

Quelle: Sven Bartsch

Roßwein. Das war Millimeterarbeit. Die Lengenfelder Dampfmaschine, welche der Roßweiner Dampfmaschinenverein gerade wieder aufbaut und in Betrieb nehmen will, hat seit dem Vormittag wieder ihr Schwungrad. Mitarbeiter der Chemnitzer Spezialfirma Scholpp Industriemontagen richteten gemeinsam mit Vereinsfreunden des Dampfmaschinenvereins Roßwein die 1,4 Tonnen schwere Schwungradhälfte auf, hoben sie per Stapler millimetergenau über die Maschine und setzten die Hälfte wieder auf das untere Schwungradteil. Das 2,8 Tonnen schwere Schwungrad mit einem Durchmesser von 2,92 Meter steht nun wieder funktionsbereit an Ort und Stelle. „Das riesige Schwungrad dient an der Lengenfelder Dampfmaschine als Energiespeicher und Energieausgleich und sorgt gleichzeitig für einen gleichförmigen Lauf der Maschine“, sagt Dieter Kranz, Vereinsvorsitzender des Dampfmaschinenvereins Roßwein.

Gemeinsam mit seinen Vereinsfreunden Rainer Lantsch und Falk Pretzschner half er bei der Montage und verfolgte gespannt, wie die Mitarbeiter der Chemnitzer Spezialfirma das 1,4 Tonnen schwere Teil durch die Werkhalle manövrierten. Fahrer Christian Ulbricht (27) manövrierte den zum Kran umfunktionierten Gabelstapler in der engen Halle in die kleinste Ecke und Türöffnung, um das große schwere Schwungradteil über die Dampfmaschine an Ort und stelle zu heben. Vorarbeiter Patrick Zimmer (29) und sein Kollege Steffen Wondraczek (55) schoben mit und sorgten dafür, dass die Schwungradhälfte am Haken nicht pendelte.

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Die Lengenfelder Dampfmaschine, welche der Roßweiner Dampfmaschinenverein gerade wieder aufbaut und in Betrieb nehmen will, hat seit dem Vormittag wieder ihr Schwungrad. Mitarbeiter der Chemnitzer Spezialfirma Scholpp Industriemontagen richteten gemeinsam mit Vereinsfreunden des Dampfmaschinenvereins Roßwein die 1,4 Tonnen schwere Schwungradhälfte auf, hoben sie per Stapler millimetergenau über die Maschine und setzten die Hälfte wieder auf das untere Schwungradteil.

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Neben der dampfbetriebenen Hanomag Dampfmaschine von 1911, die restauriert und seit 2010 wieder läuft, und dem 100 Jahre alten Sulzberger Dampfkessel, arbeiten die Dampfmaschinenfreunde seit 2012 an der Restaurierung der Lengenfelder Dampfmaschine. 2016 wurde das Fundament montiert und die ersten Bauteile zusammengesetzt. Seit gestern ist der Aufbau soweit abgeschlossen. Doch bis die Lengenfelder Dampfmaschine wieder unter Dampf gesetzt werden kann, wird es noch ein wenig dauern. „Mit Hilfe unseres Ehrenmitgliedes im Verein, Thomas Partzsch, wollen wir es bis zum Tag des offenen Denkmals schaffen, die Lengenfelder Dampfmaschine elektrisch angetrieben in Betrieb zu setzen“, sagt Vereinschef Dieter Kranz. Das Ziel ist ehrgeizig, denn der Tag des offenen Denkmals ist schon am 10. September.

Der Kessel, der bereits die Hanomag-Dampfmaschine antreibt, würde auch beide Maschinen zum Laufen bringen. Dafür müsste lediglich eine Dampfleitung zur Lengenfelder verlegt werden. Greifbar ist vorerst ein elektromotorischer Antrieb, der bei Besichtigungen auch schneller funktionieren würde. Ein Elektromotor als Provisorium ist der Anfang, aber das Ziel sei der Dampfantrieb auch für die Lengenfelder Dampfmaschine, so Dieter Kranz.24588215

Von Thomas Sparrer

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